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Grippewelle hat Hochsaison - 15 Grippe-Tote in Bayern

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Die Deutschlandkarte der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts (RKI) für die Kalenderwoche sieben. (Foto: RKI)

Die Grippewelle hat Hochsaison: Ein Blick auf die aktuelle Deutschlandkarte der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts zeigt, dass es praktisch im ganzen Landkreis Traunstein und im Berchtesgadener Land eine stark erhöhte Aktivität akuter Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Rachen- oder Lungenentzündungen gibt – ausgewiesen eben durch die Signalfarbe Rot.


Grundlage der Karte ist die Zahl der Menschen, die in der vergangenen Kalenderwoche sieben wegen einer akuten Atemwegserkrankung eine Arztpraxis aufgesucht haben. Die Farben Orange und Gelb signalisieren noch eine deutlich erhöhte Aktivität akuter Atemwegserkrankungen. Die Frage Grün steht für eine moderat Erhöhung, Hellblau für eine geringfügige Erhöhung. Dunkelblau eingefärbte Landstriche weisen eine normale Aktivität der Atemwegserkrankungen auf. Da sich die Grippewelle aktuell auf ihrem Höhepunkt befindet, sind weite Teile Deutschlands rot eingefärbt.

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Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ist die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen in der siebten Kalenderwoche bundesweit noch einmal deutlich gestiegen. Begonnen hat die Grippewelle laut Robert-Koch-Institut in der letzten Dezemberwoche.

Wer gesund bleiben will, der sollte sich regelmäßig mit warmem Wasser und Seife die Hände waschen. Auch wer regelmäßig lüftet, der beugt einer Grippe vor – gerade wenn er mit mehreren Kollegen im Büro sitzt. Und wer auch seine Mitmenschen schützen will, hustet nicht in die Hand, sondern in die Armbeuge.

Bereits 15 Grippe-Tote in Bayern

Die Zahl der Grippe-Fälle ist in Bayern erneut deutlich angestiegen. Dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen wurden in der siebten Meldewoche des laufenden Jahres 2874 neue Influenza-Fälle gemeldet. Insgesamt gab es im Freistaat seit Beginn der Grippe-Saison Anfang Oktober 2017 bisher bereits 12 617 Erkrankungen, wie das Amt am Freitag mitteilte. Im gleichen Zeitraum der vorherigen Saison waren es 14 308 Fälle gewesen.

Grundsätzlich müsse von einer Dunkelziffer ausgegangen werden, teilte eine Sprecherin mit. Nicht jeder Erkrankte konsultiere einen Arzt und nicht jeder akute Atemwegsinfekt werde in einem mikrobiologischen Labor auf Influenzaviren untersucht.

In der laufenden Saison wurden 15 Grippe-Tote in Bayern registriert. Die meisten gab es in Oberbayern, Schwaben und Unterfranken mit jeweils drei Todesfällen.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte, auch jetzt sei eine Impfung gegen Grippe noch sinnvoll. Schützen sollten sich demnach vor allem Menschen ab 60 Jahren, Schwangere und chronisch Kranke. Eine Impfung gegen Grippe empfahl die Ministerin auch allen Beschäftigten im Gesundheitswesen und in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr.

san/dpa