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Grau-rote Fassade für die Turnhalle

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So soll die Fassade der neuen Halle an der Nordseite aussehen. (Entwurfskizze: Architekturbüro Putzhammer)

Teisendorf – Inspiriert von den bisherigen Farbtönen an den Teisendorfer Fassaden und vom Rot im Teisendorfer Gemeindewappen sollen zwei verschiedene Grautöne und ein dunkles Rot die Fassade der neuen Schulturnhalle bestimmen.


Mit 14:3 Stimmen beschloss der Marktgemeinderat nun, einen entsprechenden Vorschlag des Architekten Bernhard Putzhammer umzusetzen.

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Die Arbeiten an der Fassade beginnen laut Putzhammer je nach Witterung voraussichtlich im Mai. Die neuen Anbauten an der Nordseite, wo der Eingangsbereich, das Treppenhaus und der Umkleidebereich untergebracht sind, erhalten eine wärmegedämmte Plattenfassade. Die restliche Fassade der Halle wird mit einem Wärmeverbundsystem mit Außenputz ausgestattet.

In der Sitzung erläuterte Putzhammer die Gestaltung der Fassade anhand von Plänen und Farbmustern. Er stellte drei mögliche Varianten für die Nordfassade vor: In Variante 1 sind die Platten unten dunkelrot und oben dunkelgrau, in Variante 2 werden diese Farben vertauscht, sodass das Dunkelrot oben ist, und in Variante 3 sind alle Anbauten in durchgehendem Rot gehalten. Das Dunkelrot entspricht in etwa dem Rot in der Buchstabenleiste am Haupteingang der Schule. Im verputzten Bereich soll ein hellerer Grauton zum Einsatz kommen.

Nach Ansicht des Architekten würde sich diese Farbgebung an die Farbgebung bei der Schule anpassen und diese fortsetzen. Die Plattenelemente würden verschraubt. Die Schraubenköpfe hätten die gleiche Farbe wie die Fassadenelemente.

Der Bau- und Umweltausschuss hatte sich nach längerer Diskussion für die Variante 1 entschieden. Allen Ausschussmitgliedern hatte das dunklere Grau für den oberen Bereich besser gefallen. Der Ausschuss fasste lediglich einen Empfehlungsbeschluss. Man war sich einig darüber, dass die endgültige Entscheidung über die Fassadengestaltung der Marktgemeinderat treffen sollte.

Die Gemeinderäte Alois Stadler (CSU) und Hans Rauscher (SPD) sprachen sich für Variante 1 aus. Stadler gefällt, dass die Farben optisch die Zusammengehörigkeit mit dem Schulkomplex zeigen. Auch in Verbindung mit dem Pflaster, wo unter anderem ein helles Rot vorkomme, ergebe sich eine »schöne Abstufung«.

Bürgermeister Thomas Gasser berichtete, er habe den benachbarten Maler, der auch bei der Farbgebung der Schule mitgewirkt hat, an der Entscheidungsfindung beteiligt. Dieser habe ebenfalls der Variante 1 zugestimmt.

Wegen des Rots im Gemeindewappen hätte man gleich die ganze Marktstraße rot streichen können, merkte Edwin Hertlein (Grüne) überspitzt an und betonte: »Mir hätten bunte, helle Farbtöne wesentlich besser gefallen.« Thomas Egger (CSU) pflichtete bei: »Freude und eine helle, freundliche Ausstrahlung« vermittle diese Farbgebung nicht.

Hertlein hakte beim Thema Photovoltaikanlage nach. Laut Putzhammer ist dies aus statischen Gründen auf dem Dach nicht mehr möglich. Gasser ergänzte, die Akustik-Elemente habe man gewichtsmäßig gerade noch unterbringen können. Hertlein regte an, mit einem in Sachen Photovoltaik sehr erfahrenen Handwerker in der Gemeinde Kontakt aufzunehmen und seinen Rat für eine eventuelle Unterbringung von Photovoltaik in der Südfassade einzuholen. Die Südfassade könne noch geprüft werden, erwiderte der Planer.

Gegen die dunkelrot-graue Farbgebung entsprechend der Variante 1 stimmten Hertlein, Egger und Thomas Prechtl (FWG). Alle anderen waren sich einig, dass dies die optimale Fassadengestaltung für die erweiterte und generalsanierte Schulturnhalle ist. vm

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