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Grassauer Floriansjünger leisteten 1844 Einsatzstunden

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Kreisbrandmeister Alfred Waschin (von links) ehrte Karl Heinz Neumann, Johann Göls und Hans-Peter Moritz für ihren 25-jährigen aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr. (Foto: T. Eder)

Grassau. Die Grassauer Floriansjünger sind im vergangenen Jahr an 308 Tagen für die Bürger unterwegs gewesen. Das rechnete Kommandant Alfred Maier bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im Gerätehaus vor. 109 Einsätze mit insgesamt 1844 Einsatzstunden und 198 Übungen mit 4561 Übungsstunden absolvierten die Feuerwehrler im zurückliegenden Jahr. Alleine 15 Brände hielten die über 60 Aktiven auf Trab. Für den Einsatz gab es viel Lob vom Kommandanten.


Brand im Seniorenheim: Probleme bei Alarmierung

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Auf 32 Atemschutzträger kann die Wehr zurückgreifen. Hervorzuheben, so Maier, sei aber die Tageseinsatzstärke von 20 bis 25 Mann, die sofort verfügbar seien. Einen Grund hierfür sah er im gemeindlichen Bauhof, der mit acht Einsatzkräften verfügbar sei. Neue Zeiten würden auch bei der Jugendfeuerwehr heranbrechen, denn erstmals in der Geschichte gebe es drei Mädchen.

Einige Einsätze beschrieb Maier näher, darunter einen Dachstuhlbrand in Übersee und einen Küchenbrand in Marquartstein. Als einen kritischen Einsatz bezeichnete der Kommandant den Band im Seniorenheim Grassau. Probleme habe es gegeben und Grassau sei nicht alarmiert worden. Per Zufall hätten Feuerwehrmänner im Feuerwehrhaus vom Einsatz erfahren. Maier lobte in diesem Zusammenhang auch den beherzten Einsatz einer jungen Frau und deren Freundes, die den Notruf abgesetzt und auch gleich das Feuer bekämpft hatten. »Fünf Minuten später bei diesem Südwind, und der Dachstuhl hätte gebrannt«, so Maier.

Die Wehr wurde aber auch zu 42 technischen Hilfeleistungen, zehn Türöffnungen, zu Sturmschäden, Ölspurenbeseitigung wie auch zu Verkehrsunfällen gerufen. Anerkennung richtete Maier an die Aktiven, die den neuen Mannschaftstransporter ausgebaut haben und sich im Vorfeld viele Gedanken über die nötigen Einrichtungen gemacht hatten. Zwei Dinge machen dem Kommandanten zu schaffen: Es werde langsam eng in der Garage und auch die Zufahrt sei nicht optimal.

Jugendleiter Thomas Göls konnte sich über Zuwachs in der Jugendwehr freuen, der erstmals auch drei weibliche Mitglieder angehören. Wissenstest, Besuch des Kreisjugendfeuerwehrtags, Berufsfeuerwehrtag, Besuch der Berufsfeuerwehr München wie auch die Teilnahme am Kinderferienprogramm gehörten ebenso zu den Aktivitäten wie 42 Übungen. Im Herbst feiere die Jugendfeuerwehr ihr 20-jähriges Bestehen.

Dorffest brachte erstmals wieder einen Gewinn

Das gesellschaftliche Leben der Wehr beleuchtete Vorsitzender Peter Ritzer. So war die Feuerwehr bei allen kirchlichen Veranstaltungen mit der Fahnenabordnung anwesend und beteiligte sich auch am Jahrtag des Trachtenvereins und am Leonhardiritt. Er rief den erfolgreichen »Tag der offenen Tür« in Erinnerung wie auch die Besuche der Patenvereine Bergen, Übersee und der Partnergemeinde Tscherms zur Fahrzeugweihe. Um die Feuerwehr finanziell zu unterstützen, sei das Dorffest wichtig, dass erstmals wieder einen Gewinn brachte, wie auch die Teilnahme am Grassauer Advent.

Für den Mannschaftstransporter wurden 20 000 Euro bereitgestellt. Investiert hat die Freiwillige Feuerwehr Grassau in einheitliche Kleidung wie auch in einen Anhänger für das Schlauchboot. Die beiden neuen Fahrzeuge – sowohl der Mannschaftstransporter wie auch das von der Gemeinde finanzierte Mehrzweckfahrzeug – werden am Sonntag, 14. April, eingeweiht.

Die Jugendfeuerwehr beeindruckte auch Kreisbrandmeister Alfred Waschin. Wichtig sei das Üben auch mit anderen Organisationen und Wehren. »Die Einsätze sind zwar zurückgegangen, das Aufgabenspektrum wird aber immer größer«, so Waschin. Er konnte Johann Göls, Karl-Heinz Neumann und Hans Peter Moritz für ihren 25-jährigen Dienst ehren. Für zehn Jahre wurden Georg Klauser, Markus Schönfelder und Konrad Nagele jun. ausgezeichnet.

Respekt zollte Bürgermeister Rudi Jantke den Aktiven. Die Gemeinde habe im vergangenen Jahr rund 100 000 Euro in die Wehr investiert, darunter alleine 58 000 Euro für Neuanschaffungen, wobei das neue Fahrzeug mit 35 000 Euro am höchsten zu Buche geschlagen habe. Auch heuer werde investiert, in neue Einsatzjacken für rund 15 000 Euro und in das Einsatzfahrzeug mit nochmals 40 000 Euro. Zur Raumnot informierte Jantke, dass im Investitionsprogramm der Gemeinde 200 000 Euro für die Erweiterung des Feuerwehrhauses vorgesehen seien. tb