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Grassau unterstützt weiterhin den Tourismus

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Die neue Loipe im Bereich der Bergwiese ist sehr gut frequentiert. Die Langläufer schätzen die neu gespurte Loipe, die bis nach Marquartstein reicht. (Foto: T. Eder)

Grassau – Im Tourismusausschuss ist der Tourismusbericht bereits ausführlich vorgestellt worden (wir berichteten). Nun wurde auch der Marktgemeinderat unterrichtet. Das Gremium nahm den Haushaltsplanentwurf für den Fremdenverkehr und die Tourist-Info einstimmig an. Demzufolge fördert die Marktgemeinde Grassau den Tourismus mit 127 000 Euro.


Christine Lindlacher, die Leiterin der Tourist-Information, meinte in der Sitzung, dass es wichtig sei, neue Vermieter zu gewinnen. Vor allem Zimmer mit Frühstück würden fehlen, um Radfahrern und Wanderern für ein bis zwei Nächte Obdach zu bieten. Erfreulich sei die gestiegene Übernachtungszahl von über acht Prozent auf rund 150 000 Übernachtungen. Die Zahl der Gäste stieg um 4,6 Prozent. Starke Monate seien Mai, Juli und Oktober gewesen.

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Geld für Loipenspurgerät im Haushalt eingeplant

Bürgermeister Rudi Jantke erläuterte, dass der Tourismus einen Zuschussbedarf von knapp 128 000 Euro hat, ähnlich wie im Vorjahr. Einnahmen von 317 000 Euro stünden Ausgaben von 445 000 Euro gegenüber. Der Vermögenshaushalt schließt mit 23 500 Euro. In der Summe ist das Geld für den Kauf eines Loipenspurgeräts enthalten.

Man habe die Möglichkeit, gemeinsam mit der Gemeinde Marquartstein ein gebrauchtes Loipenspurgerät zu erwerben, führte Jantke aus. Dieses Gerät, Baujahr 2000, sei 2009 generalüberholt worden und befinde sich in sehr gutem Zustand. Mit dem Gerät, das sich noch in privater Hand befinde, seien testweise bereits einige Loipen gespurt worden. So könne bereits im Bereich des Golfplatzes, aber auch entlang der Bergwiesen nach Marquartstein und Rottau gefahren werden. Auch die Bergwiese, beliebt als Schlittenhügel und für Skianfänger, wurde gewalzt.

Der Bürgermeister informierte weiter, dass es in der Vergangenheit eine Kooperation mit der Gemeinde Schleching gegeben habe. Da dort aber ein neuer Fahrer tätig sei, der nicht mehr so weit fahren möchte, falle diese Möglichkeit weg. Auch könne nicht von Bernau nach Rottau gespurt werden, da dort ein Landwirt die Durchfahrt verweigere.

Es wurde auch überlegt, das gebrauchte Loipenspurgerät zu mieten. Hierfür würden jährlich eine Bereitstellungspauschale von 4000 Euro sowie 120 Euro je gefahrener Stunde anfallen. Jede Tour könne mit fünf Stunden gerechnet werden, und eine Spur müsse alle zwei bis drei Tage erneuert werden. Das Gerät koste 44 000 Euro. Die Summe würden sich Marquartstein und Grassau teilen. Ein Neugerät würde über 165 000 Euro kosten. Bei guter Schneelage würde sich das Loipenspurgerät bereits nach vier bis fünf Jahren amortisieren. Die Wartung würde Bauhofleiter Hans Weißenbacher übernehmen und untergestellt würde das Gerät bei der Hochplattenbahn in Marquartstein.

Jantke betonte, dass die Anschaffung auch wichtig für den Tourismus sei, damit den Gästen eine Wintersportmöglichkeit geboten werde. Olaf Gruß schlug vor, auch eine Loipe entlang des Reifinger Sees zu spuren. Hier gebe es auch ausreichend Parkplätze für die Langläufer. Zudem solle darauf hingewiesen werden, dass die Gemeinde die Haftung für die Loipen übernehme und nicht die Eigentümer der Grundstücke.

Einstimmig entschied sich der Rat für die Anschaffung des Loipenspurgeräts und genehmigte zugleich den Haushaltsplanentwurf. Jantke erklärte, dass auch noch der Gemeinderat Marquartstein über diese Anschaffung beraten und abstimmen müsse. Bei positiver Abstimmung in Marquartstein könne man das Loipenspurgerät kaufen. tb