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Grassau beteiligt sich am E-Carsharing-Projekt

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Grassau – Über die Teilnahme an dem E-Carsharing-Interreg-Programm bietet sich die Möglichkeit, Gästen wie Einheimischen ein Elektroauto zum Ausleihen sowie eine Ladestation anzubieten. Einhellig stimmte der Grassauer Marktgemeinderat einer Beteiligung an dem geplanten Projekt zu.


Das Projekt wurde von den Stadtwerken Wörgl in Tirol initiiert und den Mitgliedern der Eurregio Inntal-Chiemsee-Kaiserwinkl zur Teilnahme angeboten. Entwickelt werden soll eine gemeinsame Dachmarke. In jeder teilnehmenden Gemeinde soll eine Studie hinsichtlich Zielgruppen, und wie man sich an diese richten möchte, erarbeitet werden. Das Interreg-Projekt umfasst aber auch Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und Werbung für E-Mobilität.

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Über das Projekt wird auch das Leasing des Fahrzeugs, das jede Gemeinde selbst wählen kann, erfolgen. Entwickelt wird zudem eine gemeinsame Buchungsplattform, wobei über eine App auf dem Handy das Fahrzeug reserviert werden kann. Weitere beinhaltet das Projekt auch die Errichtung einer Ladestation.

Bürgermeister Rudi Jantke erinnerte an die Bestrebungen des Agenda-Arbeitskreises, einen Fahrdienst für ältere Mitbürger einzurichten. Dies könnte mit dem E-Carsharing-Projekt verbunden werden. Für das Projekt müssen 44 000 Euro im Haushalt 2017 bereitgestellt werden. Abzüglich der Förderquote von 75 Prozent bleibe bei der Gemeinde ein Eigenanteil von 11 000 Euro. Das Projekt läuft drei Jahre. Danach könne die Gemeinde das geleaste Fahrzeug zurückgeben oder kaufen. Als Standort würde sich der hintere Bereich der Tourist-Information eignen, so Jantke. Per App könne das Auto von Nutzern, die ihre Zahlungsdaten hinterlegen, reserviert werden.

Christian Buchner (AE) interessiert, ob die Ladestation auch von anderen genutzt werden kann, was Jantke bejahte. Auf die Frage von Josef Grießenböck (FW), ob bei Bedarf weitere E-Fahrzeuge gefördert werden, konnte Jantke noch keine Antwort geben. Zur Frage von Thomas Hofmann (AE) bezüglich der Leihkosten meinte Stefan Kattari (SPD), dass sich das Projekt in einem frühen Stadium befinde und folglich auch über Nutzungsentgelte noch keine Auskunft möglich sei. Olaf Gruß (SPD) sah hier eine gute Chance, auch eine Art Ruftaxi zu verwirklichen und Marina Gasteiger (SPD) sprach von einer guten und günstigen Lösung. Einstimmig entschied sich der Rat für eine Teilnahme an dem Projekt. tb