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Grandiose Premiere von »Da Himme wart net«

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Die Darsteller beim Schlussapplaus (von links): Schreinergeselle Emmeran, Bömmerls Tochter Anna, Schreinermeister Bömmerl, Polizeibeamter Stelzl, »Himbeer«-Resi Schellenberger, Haushälterin Finni und Ehepaar Froschmeier, Bömmerls Vetter. (Foto: Reichenbach)

Schleching. Die Premiere der Komödie »Da Himme wart net« im voll besetzten Pfarrsaal von Schleching erfüllte voll die gespannten Erwartungen des Publikums.


Sphärische Klänge mit himmlischer Beleuchtung begleiten die sanfte Stimme (Fabian Merkle) aus dem Jenseits, die den Polizeibeamten Stelzl (Thomas Pletschacher) ruft. Im Wartezimmer zum Einlass in den Himmel harrt Stelzl schon etwas ungeduldig aus. Bevor er seine Flügel erhalte und sich die Pforten zum Paradies auftun, müsse er noch eine Aufgabe auf der Erde erfüllen, macht ihm die himmlische Stimme klar. Er soll den soeben verstorbenen Schreinermeister Bömmerl (Otto Zaiser) in den Himmel begleiten. Etwas enttäuscht ist der Stelzl schon über den Auftrag als Laufbursch, der ihm recht einfach erscheint.

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Inzwischen weint sich in der Stube Bömmerls Tochter Anna (Birgit Fleindl) über den Verlust des Vaters die Augen aus. Stelzl, auf der Erde angekommen, beobachtet die Szene und spricht ihr Mut zu. Als Geist ist er unsichtbar und unhörbar. Nur der Schreinergeselle Emmeran (Simon Zaiser) versucht, sie etwas zu trösten. Als Haushälterin hilft Finni (Barbara Lubenow). Sie liebt heiße Vampir-Liebesgeschichten und versucht, Verbindungen mit dem Jenseits aufzunehmen. Zunächst müssen aber die erwarteten Verwandten, Bömmerls Vetter Froschmeier (Dieter Prasser) und seine Gattin (Vroni Bachmann) bewirtet werden. Die beiden haben sich schön öfter als Schmarotzer unbeliebt gemacht. Sie haben großen Anteil an den Schwierigkeiten von Stelzl, den Bömmerl rechtzeitig ins himmlische Wartezimmer zu bringen.

Zu den Aufgaben von Stelzl gehört, den Bömmerl aus dem »ewigen Schlaf« zu wecken. Dazu hat er vom Himmel das Mundstück der Trompeten von Jericho erhalten. Es klappt: verschlafen kommt der Bömmerl in die Stube. Es dauert, bis er versteht, dass er gestorben und nun auch ein Geist ist. Schließlich taucht noch die »Himbeer«-Resi Schellenberger (Christina Pletschacher) auf, um Kleider für die Afrika-Sammlung abzuholen. Weil sie liebend gern Himbeergeist und ähnliches Hochprozentiges trinkt, hört sie schon mal Stimmen. Wie schwer der himmlische Auftrag von Stelzl zu erfüllen ist und dass dazu schon ein intelligenter Kriminaler nötig ist, zeigt sich im weiteren Verlauf des Stückes.

Die Darsteller gingen voll in ihren Rollen auf. Es blieb kein Auge trocken, trotzdem gab es einiges zum Nachdenken. Sie begeisterten das Premierenpublikum zu langem Applaus. Regie führte Gabi Bachmann. Mirl Anner unterstütze als Souffleuse. Die Maske übernahm Martina Zaiser. Für die Technik und die unterstützenden Geräusche sorgte Bertram Westhoven. Die Requisiten und den Bühnenaufbau bewerkstelligten die Mitspieler gemeinsam. Veronika Schlagbauer (Gitarre) und Martin Schlagbauer (Ziach) spielten vor dem Theater und zu den Pausen auf.

Weitere Aufführungen sind am Ostermontag, am 27. April, am 30. April und am 9. Mai. Karten sind im Vorverkauf über die Sparkasse Schleching unter Telefon 0861/662300, oder Fax 0861/662399 sowie an der Abendkasse erhältlich. bre