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Grabgebühren in Siegsdorf steigen

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Siegsdorf. Kämmerer Ludwig Albrecht stellte im Siegsdorfer Gemeinderat eine neue Kalkulation der Grabgebühren vor. Die letzte Preissteigerung gab es 1998, und um die Kostensteigerung in den vorigen Jahren ausgleichen zu können, kamen die Gemeinderäte zu dem Entschluss, die Gebühren zu erhöhen. 60 Prozent der Gesamtkosten belaufen sich derzeit auf die laufenden Unterhaltskosten, weshalb die jährlichen Beträge nun angepasst werden. Somit kosten ein Urnenerdgrab, ein Urnenwandgrab und ein Einzelgrab statt bisher 30,68 Euro nun 43 Euro. Insgesamt ergibt das einen Betrag für die festgelegte Ruhefrist für 15 Jahre von 645 Euro. Ein Familiengrab kostet das Doppelte. Gültig wird diese Regelung ab dem 1. Januar.


Ein weiterer Punkt war ein Antrag, ein Wohnhaus in der Meisau um 1,80 Meter aufzustocken und somit die Wohnsituation zu verbessern. Zudem ist geplant, einen Quergiebel und drei Balkone anzubauen. Auch ein Wintergarten (5 mal 1,50 Meter) und eine Doppelgarage (6 mal 6 Meter) sollen am Haus entstehen. Bereits im Vorfeld wurden die geplanten Umbaumaßnahmen mit dem Landratsamt abgestimmt und auch der Gemeinderat hatte keine Einwände.

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Nicht so eindeutig war die Entscheidung zu einer Bau-voranfrage zum Neubau eines Einfamilienhauses in Hammer am Raitlweg. Der Bauausschuss hatte sich im September bei einer Ortsbegehung ein Bild von dem Vorhaben gemacht. Man kam zu dem Entschluss, dass es prinzipiell keine Einwände gibt, allerdings soll das Gebäude um fünf Meter nach Norden verschoben werden, um eine Flucht mit den bereits bestehenden Wohnhäusern zu erhalten. Karin Neumann war der Meinung, dass man dem Grundstücksbesitzer die Möglichkeit geben solle, sein Haus nach eigenem Ermessen zu platzieren, um eine gute Wohnqualität zu erzielen. Nach längerer Diskussion kam man überein, dass nun die Bauverwaltung Kontakt mit dem Landratsamt aufnehmen und diverse Punkte abklären soll.

Bereits vor zwei Jahren hat Franz Bichler die Bauerlaubnis erhalten, einen neuen Milchviehstall zu errichten. Jedoch nur für eine erste Ausbaustufe mit 65 GV (Großvieheinheiten). Nun soll der neue Stall näher zum Hof rücken. Vorgesehen sind zunächst 57 GV mit der Möglichkeit zum Ausbau und zur Erweiterung auf 111 GV. Ein neues Geruchsgutachten muss allerdings noch erstellt werden.

Nach Behandlung der Bedenken und Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern, dem Landesamt für Umwelt und dem Landratsamt kam es zur Änderung des Bebauungsplanes »Höpflinger Feld«. Es ging zwar ein schriftlicher Einwand bei der Gemeinde ein, dass die Bebauung zu einer erheblichen Verdichtung führt, die Infrastruktur nicht ausreicht, die öffentlichen Verkehrsflächen zu gering dimensioniert seien und keine naturschutzrechtliche Prüfung durchgeführt worden sei. Doch Bürgermeister Thomas Kamm entkräftete all diese »Anschuldigungen« stichhaltig, sodass die Änderung einstimmig gebilligt wurde. hw