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Grabenstätter Kirchenchor besteht seit 40 Jahren

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Eine Glückwunschurkunde der Gemeinde Grabenstätt und eine Spende bekam der langjährige Chorleiter Matthias Wiesholler (links) zum 40-jährigen Bestehen des Chores von Bürgermeister Georg Schützinger. (Foto: M. Müller)

Grabenstätt. Mit einem klangvollen Festgottesdienst zum Cäcilienfest feierte der Grabenstätter Kirchenchor in der Pfarrkirche St. Maximilian sein 40-jähriges Bestehen. Gemeinsam mit dem Orchester bereiteten an die 30 stimmgewaltige Chormitglieder sich und den Besuchern zum Ende des Kirchenjahres einen unvergesslichen Abend. Pfarrer Pater Augustin dankte »seinem« Kirchenchor für die Untermalung unzähliger Gottesdienste und kirchlicher Feste und wünschte sich, dass »das Gotteslob auch weiterhin durch Sie erklingt«.


Ein wenig »Blutauffrischung« würde dem Chor, der seit vier Jahrzehnten von Matthias Wiesholler geleitet wird, sicherlich gut tun, appellierte Augustin an die gesangsfreudigen jungen Leute der Gemeinde. Seiner Meinung nach spiele die Musik in allen Religionen auf der Welt seit jeher eine bedeutende Rolle, denn »Musik und Religion sind untrennbar miteinander verbunden«. Das Wort Gottes lasse sich mit Musik wunderbar verkünden und mit ihr könne man die Herzen der Menschen erreichen, so Augustin. In Begleitung des rund 20-köpfigen Streich- und Blasorchesters ließ der Chor von der Empore unter anderem das Mozartmenuett, den Psalm 150, »Die Himmel rühmen«, zwei Stücke aus Südtirol und »Nun danket alle Gott« erklingen. Die Besucher bedachten die Leistungen der Sänger und Musikanten am Ende des Gottesdienstes mit lautem Applaus.

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Mit Dankurkunden des Erzbischöflichen Ordinariats München ehrte Pater Augustin anschließend im Pfarrheim 15 langjährige Chormitglieder für 40, 35, 30 und 25 Jahre aktive Mitgliedschaft. Bürgermeister Georg Schützinger schloss sich den Gratulationen an, dankte dem Kirchenchor für sein Engagement und überreichte Wiesholler im Namen der Gemeinde eine Glückwunschurkunde und eine Spende. »Für deine Mühen, Ausdauer und Geduld« bekam der sichtlich gerührte Chorleiter von seinen Schützlingen einen großen Geschenkkorb überreicht. »Hoffen wir, dass wir unsere Gemeinschaft noch lange aufrechterhalten können und wir noch viele schöne Gottesdienste gestalten dürfen«, so Walburga Fleischmann, die die abwechslungsreiche Chorgeschichte Revue passieren ließ. Ein herzerfrischendes Gedicht von Elisabeth Rimsl erfreute nicht zuletzt den Chorleiter.

Bereits in der fünften Klasse habe er mit dem Orgelspielen begonnen, drei Jahre Kirchenorgel gelernt und mit 17 Jahren den Kirchenchor neu gegründet, erzählte Wiesholler, der von seinen Sängern liebevoll »Mozart« genannt wird. Dies rührt daher, dass der passionierte Musiker ein großer Verehrer des weltberühmten Komponisten ist und dessen Werke häufig singen und spielen lässt. Angestellt sei er als Organist und Chorleiter, das Orchester, das sich in den 1980er Jahren parallel entwickelt habe, »ist meine Liebelei«, betonte Wiesholler, dem nicht nur die alte, renovierungsbedürftige Orgel der Johanneskirche am Herzen liegt. Es freue ihn ungemein, dass das »Dreiecksverhältnis« zwischen Chor, Orchester und Musikverein so gut funktioniere und von Harmonie und Zusammenhalt geprägt sei. Während der Kirchenchor einmal pro Woche probt, stößt das Orchester immer zu den großen kirchlichen Festtagen hinzu. mmü