weather-image
12°

Grabenstätt steigt in zweites Förderverfahren ein

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Um den Ausbau der Breitbandversorgung für schnelles Internet voranzutreiben, beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, sowohl bayerische als auch Bundes-Fördermittel zu nutzen.

Grabenstätt – Bereits seit 2010 ist die Gemeinde Grabenstätt intensiv mit der Förderung des Breitbandausbaus beschäftigt. Mit der ersten Auflage des Bayerischen Breitbandförderprogramms wurde für Erlstätt und Winkl eine wesentliche Verbesserung für rund 300 Haushalte erreicht. Der Ausbau der Telekom erfolgte im Frühjahr 2013, die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 233 000 Euro.


Wie Bürgermeister Georg Schützinger in der jüngsten Gemeinderastsitzung sagte, habe die Gemeinde, für die ein Eigenanteil von 71 000 Euro verblieben sei, den maximalen Fördersatz von 100 000 Euro ausgeschöpft. Nach Abschluss des Verfahrens habe man sofort die Weichen für den Einstieg ins neue Breitbandverfahren mit verbesserten Förderbedingungen gestellt.

Anzeige

Im Zuge dessen sei der Gemeinde im Dezember der Bewilligungsbescheid für den Ausbau der Ortsteile Osterbuchberg, Kraimoos, Tettenmoos, Fernbichl, Schneereut, Hachsenöst, Höring, Zeiering, Sossau und Grabenstätt-Nord erteilt worden. »Rund 450 Haushalte werden davon profitieren«, so Schützinger. Bis Ende 2017 solle das rund 690 000 Euro teure Projekt abgeschlossen sein. Die Gemeinde erhalte einen Zuschuss von 428 137 Euro, der Eigenanteil liege bei 107 034 Euro.

»Von einer Investition in die Zukunft«, sprach der gemeindliche Geschäftsleiter Peter Lex. Mit der neuen Richtlinie werde der Gemeinde ein Fördersatz von 80 Prozent bei einem Förderhöchstbetrag von 870 000 Euro gewährt. Dieser werde um weitere 50 000 Euro durch die interkommunale Zusammenarbeit beim Breitbandausbau mit Bergen und Vachendorf gesteigert.

Da nach derzeitigem Stand mehr als die Hälfte der Fördermittel unausgeschöpft sind, schlug die Verwaltung dem Gemeinderat nun vor, in ein zweites Durchführungsverfahren einzusteigen. Die Räte kamen dem einstimmig nach. Ein konkreter Vorschlag für neue Erschließungsgebiete könne derzeit noch nicht gemacht werden, so die Verwaltung. Ohne vertiefte technische Vorprüfung wären aber eventuell Hagenau, Innerlohen und die südlichsten Weiler der Gemeinde denkbar. Mit Blick auf die »weißen Flecken« müsse aber von vorneherein klar sein, dass sich hier die Wirtschaftlichkeit anders als bisher gestalten werde. Dennoch sei es absolut richtig, die Chance zu nutzen, um auch abgelegene Liegenschaften erschließen zu können.

Der Gemeinderat beschloss auch einstimmig den Einstieg in das Breitbandförderprogramm des Bundes. Zuvor hatte Bürgermeister Georg Schützinger angemahnt, dass die Gemeinde selbst aktiv werden müsse, um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. Hans Pertl (CSU), Andreas Lukas (FW) und Christian Fellner (Bürgergruppe) machten sich ebenfalls für das Ausschöpfen der Fördergelder stark. Ähnlich wie das bayerische Programm unterstützt auch das Bundesförderprogramm einen effektiven und technologieneutralen Breitbandausbau in unterversorgten Gebieten. So soll jetzt ein Masterplan für die Leerrohr-Infrastruktur erstellt werden. »Ausgaben für Beratungsleistungen von bis zu 50 000 Euro werden zu 100 Prozent gefördert«, betonte Schützinger.

Synergien sollten damit bei künftigen Tiefbauarbeiten entsprechend der Planungsvorgaben für die Verlegung von Leerrohren für den Glasfaserausbau genutzt werden. Hierzu werde man als ersten Schritt die Förderung für die Beratungs- und Planungsleistungen beantragen, ließ die Gemeindeverwaltung verlauten. mmü