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Golfplatz ökologisch bewirtschaften

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Grassau. Der Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters »Roundup« am Golfplatz veranlasste die Marktgemeinderäte Irmela Scheidle-Horkel und Mehdi Akbari dazu, einen Antrag zur ökologischen Bewirtschaftung des Golfplatzes zu stellen.


Begründet wurde der Antrag damit, dass der Golfplatz intensiv mit »Roundup« behandelt wurde und dies auch eine Vernichtung und Vergiftung der Insekten wie Bienen und der Bodenlebewesen bedeute. Es sei nicht ausgeschlossen, so Irmela Scheidle-Horkel, dass das Gift in die angelegten Gewässer gelange. Zudem halte sie eine Zusammenarbeit mit dem Ökomodell Achental für ratsam.

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Bürgermeister Rudi Jantke erklärte, dass man zwischenzeitlich auch mit dem Golfplatzplaner gesprochen habe. Der Geschäftsführer der Firma Engelmann Golfplatzpflege. Alexander Maier, erklärte in der Sitzung, dass »Roundup« zwar verwendet wurde, aber nur stellenweise und nur dort, wo man ohne Erfolg versucht habe, Kräuterwiesen zu installieren. Auf den überdüngten Flächen sei alles gewachsen, nur nicht die Kräuter. Um die Kräuterwiesen anzulegen, sei es notwendig gewesen, dieses Mittel aufzubringen. Ein weiterer Einsatz dieses Giftes sei nicht vorgesehen.

Maier betonte, dass hierfür eine Genehmigung vorgelegen habe. Auch einen verstärkten Einsatz von Düngemitteln werde es nicht geben. Man möchte, so Maier, den Rasen so mager wie möglich halten, damit so wenig Schnittgut wie möglich anfalle. An Herbiziden werden nur Mittel eingesetzt, die vom Landwirtschaftsamt genehmigt sind.

Die Pflege des Golfplatzes sollte so ökologisch wie möglich erfolgen, betonte Irmela Scheidle-Horkel. Mehdi Akbari meinte, dass das Golfplatzprojekt unterstützt wurde, da Biotope geschaffen wurden. Allerdings haben Bürger Angst, dass zu viel gedüngt werde. Mit diesem Antrag habe man Klarheit schaffen wollen. Maier versicherte, dass so wenig wie nötig gespritzt werde.

Christiane Lindlacher fragte, ob es auch eine Art »Ökosiegel« für Golfplätze gebe. Mit diesem Siegel könnte man touristisch werben. Laut Maier gebe es ein solches Umweltsiegel. Er werde sich dahingehend informieren. Einstimmig vertrat das Gemeindegremium die Ansicht, dass eine Zusammenarbeit der Golfplatzbetreiber mit dem Ökomodell Achental gewünscht sei und der Golfplatz so ökologisch wie möglich bewirtschaftet werden sollte. tb