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Goldenes Kreuz auf Nußdorfer Kirchturm montiert

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Seit der letzten Renovierung 1984 war das Kreuz mit Kugel auf dem Nußdorfer Kirchturm stark verblichen. Im Zuge der Außenrenovierung des Gotteshauses wurde es demontiert und von Kirchenmaler Stefan Braun neu vergoldet. Nun wurde es wieder auf der Turmzwiebel montiert. Pfarrer Ionel Anghel, Kirchenpfleger Georg Schuster und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Silvia Osenstätter (von links) freuen sich, dass die Restaurierung damit weitgehend abgeschlossen ist. (Foto: Volk)

Nußdorf. Mit der Montage des neu vergoldeten, großen Kreuzes mit Kugel und Stiefel auf der Spitze des Kirchturms gehen die Restaurierungsarbeiten an der Pfarrkirche St. Laurentius dem Ende zu. Im Rahmen eines kleinen Richtfestes wurde das, von Kirchenmaler Stefan Braun restaurierte, mehr als zwei Meter hohe Kreuz samt Turmkugel wieder an seinen Ursprungsort gebracht.


Nußdorfs neuer Pfarrer Ionel Anghel, Kirchenpfleger Georg Schuster, Ortsheimatpfleger Josef Ippenberger und Architekt Heinz Fritsche stiegen mit den Zimmerleuten in schwindelnde Höhen hinauf. Sie konnten mit dabei sein, als das Kreuz auf die ebenfalls neu eingedeckte Kirchturmzwiebel aufgesetzt wurde. Zuvor wurde in der Turmkugel eine Kartusche befestigt, in der die aktuelle Ausgabe des Traunsteiner Tagblatts, einige Euro-Münzen und ein Schriftstück mit allen Fakten zur Außenrenovierung gelegt wurden. In der goldenen Turmkugel belassen wurden DM-Münzen, eine Ausgabe des Traunsteiner Tagblatts vom 20. Juli 1984 und eine Erläuterung zur Renovierung im Jahr 1984. Damals war das goldene Kirchturmkreuz zuletzt demontiert und neu vergoldet worden.

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Nach der erfolgten Montage stießen Handwerker, Planer, Kirchenverwaltung und Pfarrer Ionel Anghel mit einem Gläschen Sekt auf die erfolgreiche und gottlob unfallfrei verlaufene Restaurierung an. Für Pfarrer Anghel war es ein besonders spannender Augenblick, seine neue Pfarrei wenige Tage nach seiner offiziellen Amtseinführung von der Kirchturmspitze aus besichtigen und aus mehr als 30 Metern Höhe überschauen zu können. Er nutzte die Gelegenheit, einige »Luftbilder« seines neuen Wirkungsbereiches zu knipsen.

Mit dem Wiederanbringen des Kirchturmkreuzes sind die rund 380 000 Euro teuren Restaurierungsarbeiten weitestgehend abgeschlossen. Das Dach des Kirchenschiffes wurde mit gespalteten Lärchenschindeln neu eingedeckt. Diese ersetzen die mehr als 50 Jahre alten Eternitschindeln. Auch die Turmzwiebel wurde mit Lärchenschindeln neu eingedeckt, nachdem die bisherigen, gesägten Holzschindeln durch die Witterungseinflüsse größtenteils völlig zerstört waren. Am Dachstuhl des Kirchenschiffes sowie am Zwiebelturm waren außerdem Ausbesserungsarbeiten notwendig. Die Fassadenflächen wurden komplett überputzt, um den rauen und schmutzempfindlichen Zementputz der 70-er Jahre zu egalisieren. Auch die Konturen der Turmgesimse wurden verbessert. Die Gemeinde Nußdorf hat die Turmuhr und die vier Zifferblätter restaurieren lassen.

Restauriert wird derzeit noch ein zweites großes Kreuz, das an der Ostseite angebracht war. Es ist aus Metall und die Kirchenverwaltung entschied, es im Zuge der Außenrestaurierung ebenfalls herrichten und neu bemalen zu lassen.

Am Haupthaus wurde das Baugerüst schon fast vollständig abgebaut. Dort sind die Ergebnisse der umfangreichen Restaurierung gut sichtbar. Das neu erstrahlende, goldene Turmkreuz ist jedoch noch vom Baugerüst umhüllt und deshalb schlecht einsehbar. Aber schon in wenigen Wochen wird es ebenfalls entfernt und dann erstrahlt die Nußdorfer Pfarrkirche weithin sichtbar in neuem Glanz. pv