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Weiterhin Mitgliederzuwachs beim Bienenzuchtverein Nußdorf-Traunwalchen

Goldenes Ehrenzeichen für Alfons Kalchgruber

Nußdorf. Alfons Kalchgruber wurde in der Jahreshauptversammlung des Bienenzuchtverein Nußdorf-Traunwalchen mit der Goldenen Ehrennadel des Verbandes der Bayerischen Bienenzüchter geehrt. Kalchgruber ist seit 1963 Mitglied des Imkervereins. Die Ehrennadel in Silber mit Ehrenurkunde bekamen Josef Pauli und Josef Schroll. Die Auszeichnungen überreichte 1. Vorsitzende Luise Mitterreiter.

Alfons Kalchgruber wurde bei der Jahreshauptversammlung des Bienenzuchtvereins Nußdorf-Traunwalchen in Würdigung seiner Verdienste um die Imkerei mit der Goldenen Ehrennadel und einer Urkunde des Bayerischen Bienenzüchterverbandes geehrt. Die Auszeichnung überreichte Vereinsvorsitzende Luise Mitterreiter. (Foto: Volk)

Sie berichtete über einen nach wie vor ungebrochenen Zuspruch und steigende Mitgliederzahlen. Im letzten Jahr seien acht Neuimker dem Verein beigetreten. Damit sei die Zahl der Mitglieder auf 57 gestiegen. Sie betreuen 456 Bienenvölker in den Gemeinden Nußdorf, Chieming und in der Stadt Traunreut, dort vor allem im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Traunwalchen.

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Anfänger bekommen als »Startkapital« ein Bienenvolk als Geschenk. Unterstützt, ausgebildet und geschult werden die Imkeranfänger von Franz Mädler. Gewürdigt wurde auch das Engagement der Gebietsbetreuer, die den Bienenzüchtern zur Seite stehen. Helmut Schauer kümmert sich um die Vereinsmitglieder im Gemeindegebiet Nußdorf, Josef Schroll im Gebiet um Traunwalchen und Josef Pauli in der Gemeinde Chieming.

Die Vorsitzende berichtete über viele Aktionen, unter anderem von einem Stand auf der Gewerbeschau Truna, der Teilnahme am Regionalmarkt in Chieming, einem Ausflug zur Belegstelle am Weitsee sowie den Treffen benachbarter Imkervereine. Die Bienenhausbesichtigungen, die von der Vorsitzenden regelmäßig angeboten werden, seien eine gute Werbung und für manche der Einstieg in die Imkerei.

Von einem »Ausnahmejahr mit mäßigem Erfolg« sprach Mitterreiter im Rückblick auf das Bienenjahr. Wegen des langen Winters und Kälte bis in den Mai habe es keinen Blütenhonig gegeben. Danach kam das Juni-Hochwasser, das einige Mitglieder besonders hart traf und ihre Bienenkästen zerstörte. Danach hofften die Imker auf eine gute Waldhonigernte, doch der Ertrag war sehr unterschiedlich.

Dann habe man mit der Behandlung gegen die Varroamilbe begonnen. Über den letzten Winter sei es im Landkreis Traunstein zu einem 30-prozentigen Ausfall an Bienenvölkern gekommen. Eine Varroa-Arbeitsgruppe auf Landkreisebene will erreichen, dass die Milbe in zehn Jahren im Landkreis ausgerottet ist. Luise Mitterreiter informierte über Fördermöglichkeiten und gab bekannt, dass der Verein eine Dampfwachsschmelze angeschafft habe. In diesem Jahr ist der Kauf einer Mittelwandpresse geplant.

Kassenwart Sepp Pauli informierte über die Vereinsfinanzen. Das letzte Jahr wurde Dank einiger Spenden mit einem kleinen Überschuss abgeschlossen. »Insgesamt steht der Verein auf einer soliden finanziellen Basis«, fasste Pauli zusammen.

Nußdorfs 2. Bürgermeister Peter Volk würdigte in seinem Grußwort das Engagement und den Einsatz der Bienenzüchter für den Naturschutz und lobte die vielfältigen Vereinsaktivitäten. Mitterreiter gab das Lob an die Gemeinde Nußdorf zurück und betonte, dass keine andere Kommune die Bienenzüchter so tatkräftig unterstütze wie Nußdorf, die zum Beispiel Neuimkern aus dem Gemeindegebiet als Grundausstattung einen Bienenkasten spendiert.

Kreisvorsitzender Peter Bichler appellierte an die Imker, den Kampf gegen Gentechnik und genmanipulierte Pflanzen fortzuführen. »Wenn wir alle zusammenstehen, können wir den Irrweg der Politik abwenden«, zeigte sich Bichler überzeugt.

Bei der Vorschau erinnerte die Vorsitzende an den Imker-stammtisch, der von April bis November immer am ersten Donnerstag eines Monats im Gasthaus in Sondermoning stattfindet. Mitterreiter warb besonders für die Teilnahme am Verbandstag am 4. September in Inzell.

Den Fachvortrag hielt Franz Vollmaier. Er sprach zum Thema »Wie komme ich zu (mehr) Waldhonig?«. pv.