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Gleich vier große Hornissen-Nester

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Vier Hornissen-Nester hängen am First des ehemaligen Stallgebäudes – drei sind auf dieser Aufnahme gut erkennbar, das vierte ist vom linken Nest fast ganz verdeckt, lugt nur an dessen unterem Ende ein wenig hervor. (Foto: Reiter)

Seeon-Seebruck – Das sieht man nicht alle Tage: Gleich vier große Hornissen-Nester hängen am First eines ehemaligen Stallgebäudes in Niesgau. Alle vier sind auch bevölkert. Die Familie, der das Gebäude gehört, wohnt auch gleich nebenan, stört sich aber nicht an den stechenden und summenden Nachbarn. »Die tun einem ja nichts«, sagt Marianne Reiter. Nur vereinzelt sieht sie das ein oder andere Tier, bisher ist auch noch niemand aus ihrer Familie gestochen worden.


Vor etwa vier Jahren ist das erste Nest entstanden. Seitdem haben die Hornissen fleißig angebaut. »Eigentlich heißt es ja, dass Hornissen jedes Nest nur einmal beziehen«, weiß Marianne Reiter. Doch in dem leeren Stall scheint es ihnen so gut zu gefallen, dass sie jedes Jahr wieder kommen. Und die Besitzer des Gebäudes gewähren ihnen dort auch gerne Unterschlupf. »Die Tiere haben sowieso nicht mehr viele Möglichkeiten, wo sie unterkommen können.«

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Die Hornisse, die größte heimische Wespenart, steht unter Artenschutz, wie Peter Volk, der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Traunstein, informiert. Darum dürfe man auch nicht »mit der chemischen Keule« gegen die Tiere vorgehen. Lediglich wenn »Gefahr für Leib und Leben« bestehe – etwa wenn einer der Anwohner eine Allergie hat –, dürften Kammerjäger oder Feuerwehrler in Aktion treten und die Nester versetzen. Bei Wespen sei die Vorgehensweise ähnlich, so Volk. Obwohl es heuer viele Wespen und Hornissen gibt, sei aber bei den Feuerwehren keine Steigerung der »Nester-Einsätze« zu verzeichnen, wie der Feuerwehr-Sprecher informiert. san