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Giftige Schwammerl am Hochberg

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Mit einer vermeintlich giftigen Schwammerlsuppe zwang der Senner Lois (Franz Hornauer, von links) im Stück »Giftige Schwammerl« zusammen mit Goaßbua Girgl (Thomas Geistanger) und Nachbarsennerin Nandl (Claudia Haßlberger, rechts) seinen Knecht Simmerl (Franz Eckart) zum Geständnis, dass er Butter und Käse gestohlen hat. (Foto: Buthke)

Traunstein. Zwei lustige Einakter führte die Theatergruppe des GTEV »D’Gmiadlichen Hochbergler« wieder zum Jahresschluss auf. Mit einer flotten Inszenierung und einem schwungvollen Vortrag bereiteten die Schauspieler des Trachtenvereins den Zuschauern ein paar fröhliche Stunden im Alpengasthof Hochberg, wobei der eingefügte Bezug auf örtliche Personen und Gegebenheiten für besondere Heiterkeit sorgte.


Im Stück »Die Heiratsvermittlung« ist Bauer Franz Haflinger (Albert Kirchmayer) ganz verzweifelt, weil sein schüchterner Sohn Sepp (Günther Meier) noch keine Frau hat. Da liest er in der Zeitung ein Inserat eines Heiratsinstituts. Dessen Computer sucht die richtige Frau aus, wenn man ein Bild hinschickt oder anruft.

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Sein Nachbar, Bauer Ignatz Stiermooser (Hubert Haßlberger) hat die Idee, dass der Vater anstelle seines Sohns dort anruft. Was der Vater nicht weiß: Die Dienstmagd Anne (Katharina Diewock) hat sich bereits an den Sepp herangemacht. Als dann Maria Findl (Conny Meser) von der Heiratsvermittlung, eine wahre Patrona Bavariae, auftaucht, ist das Chaos um die »o'gschmierte Hex'« perfekt.

Jeden Monat denselben Fehler entdeckt Senner Lois (Franz Hornauer) im Stück »Giftige Schwammerl« bei der Abrechnung: Ihm gehen stets ein paar Stückerl Butter und Käse ab. Er hat seinen Knecht Simmerl (Franz Eckart), ein echter »Vielfraß«, in Verdacht. Seine Frau Resi (Elisabeth Weiss) meint daher, man müsste ihn so richtig zum Fürchten bringen, dann würde er schon reden. Da der einfältige Goaßbua Girgl (Thomas Geistanger) Schwammerl gesammelt hat, gibt es eine Schwammerlsuppe, die dem Knecht schon in die Nase sticht.

Als die Nachbarsennerin Nandl (Claudia Haßlberger) kommt, schmieden der Senner, seine Frau und die Nandl einen Plan. Sie richten es so ein, dass der Simmerl alleine in der Küche bleibt und sich natürlich gleich ein paar Löffel von der Schwammerlsuppe genehmigt. Plötzlich stürzt die Nandl völlig aufgelöst herein und erklärt, sie habe die Schwammerl gesucht und dabei seien ein paar Fliegenpilze hineingekommen.

Dem Simmerl wird ganz anders und er gibt zu, bereits von der Schwammerlsuppe gegessen zu haben. Der Senner flößt ihm dazu noch Rizinusöl ein. Als es mit dem Simmerl scheinbar dem Ende zugeht, nimmt ihm der Senner im Angesicht des Todes unter vier Augen noch die Beichte ab. Dabei gesteht der Simmerl, dass er die Butter und den Käse gestohlen und gegessen hat.

Für die Regie war im ersten Einakter Alfred Prosser und bei den giftigen Schwammerln Anton Kirchmayer zuständig. Als Einsager fungierten Irmi Schützinger und Florian Weissenbacher. Die Schminke übernahm bei beiden Stücken Angela Steininger. Bjr