weather-image
27°

Gibt es bald neues Wohnbauland in Grabenstätt?

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Im hinteren Bereich dieser Wiese an der Erlstätter Straße in Grabenstätt könnten in absehbarer Zeit Baugrundstücke für Einheimische ausgewiesen werden. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Da in der Gemeinde für den Einheimischenbedarf nicht mehr allzu viele Baugrundstücke zur Verfügung stehen, stellt man seit geraumer Zeit Überlegungen zu einer nördlichen Erweiterung des Wohngebietes an der »Erlstätter Straße« in Grabenstätt und damit zur Erweiterung des bisherigen Bebauungsplanes »Traunsteiner Straße« an.


Zuletzt wurde in der Gemeinderatssitzung im Dezember beschlossen, dass auf der Grundlage des vom Planungsbüro Zeller & Romstätter erarbeiteten Planvorentwurfs die Planung fortgeführt und für die Verfahrenseinleitung vorbereitet werden solle.

Anzeige

Im Rahmen dieser Beratung hat sich unter anderem ergeben, dass die Verwendung eines, inmitten umliegender Bauparzellen gelegenen, Grundstücks eine Fernwärmeeinrichtung nicht für sinnvoll erachtet werde und sich im Nordosten unter Umständen eine Erweiterung um einige Parzellen beidseitig der dort geplanten Straße ergeben könnte. Noch keine neuen Erkenntnisse gebe es hinsichtlich der für sinnvoll erachteten Einbeziehung des Auerbräu-Grundstücks, sodass dieses bis auf Weiteres nicht mit berücksichtigt werden könne, hieß es in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Das Planungsgebiet befindet sich südöstlich der Erlstätter Straße am Ortsrand von Grabenstätt und in unmittelbaren Anschluss an ein Wohngebiet, der sogenannten »Traunsteiner Siedlung«, informierte Bürgermeister Georg Schützinger. Da eine gesteigerte Nachfrage nach Wohnbauland bestehe und zumindest der erste Schritt zur Bereitstellung von einigen Bauparzellen veranlasst werden sollte, fasste der Gemeinderat einen Aufstellungsbeschluss zur Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens. Zudem wurde die Bebauungsplanbezeichnung »Erlstätter Straße« beschlossen, da die Traunsteiner Straße bereits 2001 in Erlstätter Straße umbenannt worden war. Das Gebiet des »neuen« Bebauungsplans soll nun unter Beachtung des Entwicklungsgebotes im gemeindlichen Flächennutzungsplan als »Allgemeines Wohngebiet« ausgewiesen werden.

Schützinger zufolge wolle man es mit der Aufstellung beziehungsweise Erweiterung des Bebauungsplanes der einheimischen Bevölkerung ermöglichen, Bauland zu günstigen Konditionen von der Gemeinde zu erwerben. Gegebenenfalls könnten damit auch Neubürger gewonnen werden. Insgesamt werde die Ausweisung von circa 16 Bauparzellen angestrebt. Auf den Vorschlag von Anita Kohlbeck (SPD), Mietwohnungen für junge Familien und Senioren zur Verfügung zu stellen, erwiderte Schützinger, dass die Gemeinde sicher nicht als Bauträger fungiere, sprich bauen und vermieten werde. »Das ist keine klassische Aufgabe der Gemeinde«, betonte der Rathauschef. mmü