weather-image
28°

Gibt es bald eine Hundewiese in Traunreut?

2.1
2.1
Bildtext einblenden
Monika Mitterer, hier mit ihren drei kleinen Hunde-Mischlingen im Garten ihres Hauses, wünscht sich eine »Hundewiese« im Stadtgebiet von Traunreut, wo die Vierbeiner nach Lust und Laune toben können. (Foto: Mix)

Traunreut – Monika Mitterer und Nora Strey sind stolze Hundebesitzerinnen und wünschen sich für ihre vierbeinigen Lieblinge einen Platz im Gebiet der Stadt Traunreut, wo diese nach Herzenslust toben und tollen können und niemanden dabei stören. Eine »Hundewiese« wäre ihr Ziel, wie es sie offenbar in manch anderen Kommunen bereits gibt. Derzeit sammeln die beiden Unterschriften für ihr Vorhaben.


»Mehr als 100 Personen haben bisher schon unterschrieben«, berichtet Monika Mitterer, die drei kleine Hunde hat und froh wäre um einen Platz, wo sie mit ihnen hingehen kann. Es sollte eine Wiese sein etwa in der Größe eines Fußballfelds, außerhalb des Stadtzentrums und mit einem Zaun abgegrenzt.

Anzeige

Wie viele andere Hundebesitzer auch macht Monika Mitterer beim Gassi-Gehen mit ihren treuen Gefährten oft unangenehme Erfahrungen. Sie benutzt gern den Fußweg am Traunsteiner Wald, der aber auch bei Joggern, Radfahrern und Spaziergängern sehr beliebt ist. »Ich kann manchmal gar nicht so schnell meine Hunde an der Leine zu mir herziehen, wie die Radfahrer an uns vorbeisausen«, erzählt sie. Nicht selten werde sie beschimpft, weil sich Mitmenschen von ihren Tieren belästigt fühlen, selbst wenn diese angeleint sind. Außerdem hat sie immer auch Angst, dass einer ihrer kleinen Lieblinge einen ausgelegten Giftköder fressen könnte. Im vergangenen Jahr wurden in der Stadt und am Spazierweg entlang des Traunsteiner Waldes immer mal wieder Köder mit Gift oder Rasierklingen darin gefunden. Soweit die Traunreuterin weiß, sind auch Hunde daran gestorben. »Wir würden uns einen Ausweichplatz für unsere Tiere wünschen, sozusagen eine Hundewiese, wo diese nach Lust und Laune toben und auch mit anderen spielen können, ohne dass sie stören«, erläutert sie die Idee. Für die Tierhalter wäre das eine gute Möglichkeit, sich kennenzulernen und auszutauschen, und ihre Hunde würden Sozialverhalten lernen. Auch könnte so vielleicht mancher Ärger mit Passanten vermieden werden, wenn die Hunde ihren eigenen Platz zum Spielen haben. Ein weiteres Argument ist, dass die auf der eingezäunten Wiese spielenden Tiere nicht wildern können.

Hundewiesen dieser Art gibt es nach Angaben von Nora Strey zum Beispiel bereits in Heidelberg. Auf Anregung einer privaten Initiative von Hundebesitzern haben dort Mitarbeiter des Landschafts- und Forstamts eine städtische Wiese hergerichtet und eingezäunt. »Das läuft dort super«, weiß Nora Strey von einer dort lebenden Verwandten. Die Wiese werde von städtischen Mitarbeitern zweimal im Jahr gemäht und von Zeit zu Zeit gereinigt. So etwas wünschten sich die beiden Traunreuter Initiatorinnen der Unterschriftenaktion auch. »Vielleicht kann uns ja jemand unterstützen, der selber einen Hund hat, und ein Grundstück oder eine Wiese zur Verfügung stellen«, meinen die Damen. Einen Versuch sei es allemal wert. mix