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Gewitter: Mehrere Feuerwehren mussten ausrücken

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Kaum dass das Hochwasser vom Donnerstag zurückgegangen war, da füllte ein gewaltiges Gewitter am späten Samstagnachmittag die Gärten in Unterwössen erneut mit Wasser – unter anderem in der Frühlingsstraße. (Foto: Flug)

Umgestürzte Bäume, überflutete Keller und verschmutzte Straßen – das Gewitter, das am Samstagnachmittag über den Landkreis Traunstein hinweg zog, hatte mehreren Einsätzen der Feuerwehren zur Folge. Ein brennender Baum war am Sonntagmorgen am Großstaffen bei Grassau zu löschen; er hatte vermutlich durch einen Blitzschlag Feuer gefangen.


Das Gewitter mit Sturmböen und Starkregen zog von Südwesten, aus dem Achental heraus über den Chiemsee hinweg in Richtung Nordosten. Die Feuerwehr Unterwössen war denn auch die erste Wehr, die gegen 16.45 Uhr alarmiert wurde, weil ein umgestürzter Baum die Bundesstraße 305 am Ortsausgang in Richtung Marquartstein blockierte.

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Die Beseitigung des mächtigen Baumes nahm einige Zeit in Anspruch, weshalb die Bundesstraße komplett gesperrt werden musste. Auch bestand die Gefahr, dass weitere Bäume, die sich bedrohlich geneigt hatten, auf die Fahrbahn fallen. Erst nach fast zwei Stunden, als die Floriansjünger jegliche Gefahr gebannt hatten, konnte die Straße wieder freigegeben werden.

Kurz vor 17 Uhr wurden die Feuerwehren Grabenstätt und Bergen alarmiert. Ein Passant hatte bei der Polizei ein brennendes Gebüsch in der Nähe von Hautzenbichl, südlich der Bahnlinie von München nach Salzburg, gemeldet. Die Floriansjünger konnten am angegebenen Ort zunächst kein Feuer ausfindig machen und nahmen an, dass der, zu diesem Zeitpunkt heftige Regen, dem Feuer ein Garaus gemacht habe. Auf dem Rückweg zu den Gerätehäusern entdeckten die Wehren den Brand doch noch. In einem Waldstück brannte jedoch kein Gebüsch – wie vom Melder mitgeteilt – sondern ein Bretterhaufen, der vorsätzlich in Brand gesteckt, das Feuer aber nicht bewacht wurde. Mit dem mitgeführten Wasser aus Tanklöschfahrzeugen wurde der Brand des Bretterhaufens abgelöscht.

Mit überfluteten Kellern hatten es die Feuerwehren Ruhpolding, Holzhausen und Tettenhausen zu tun, die Feuerwehr Haslach wurde gerufen, um ein Fahrzeug aus der überfluteten Unterführung in der Axdorfer Straße zu ziehen. Bei Eintreffen der Feuerwehr war der angeblich festsitzende Pkw schon weg. Die Feuerwehr sicherte die Gefahrenstelle ab, bis das Wasser wieder abgeflossen war. Anschließend mussten die Feuerwehrler in der Zwieselstraße einen umgestürzten Baum beseitigen.

Erneut überschwemmt wurde die Staatsstraße zwischen Bergen und Bernhaupten. Eine Sperrung war aber nicht nötig, die Freiwillige Feuerwehr Bergen sicherte das überflutete Straßenstück ab.

Im östlichen Landkreis waren die Feuerwehren Tittmoning, Kay, Törring, Waging und Kirchheim im Einsatz, um Straßen zu reinigen, auf die der starke Regen Kies und Geröll herausgeschwemmt hatte oder um umgestürzte Bäume zu beseitigen, die Straßen blockierten. Die Feuerwehr Kirchheim musste einen Baum zerschneiden, der auf ein parkendes Auto gefallen war. Verletzt wurde dabei niemand. Gegen 21 Uhr waren die Unwetter-Einsätze der Feuerwehren beendet.

Am Sonntagmorgen gegen 7.30 Uhr waren die Feuerwehren Rottau und Grassau gefordert. Ein aufmerksamer Bergradfahrer hatte auf seiner Tour um den Großstaffen auf rund 1100 Meter Höhe einen brennenden Baumstamm bemerkt. Er verständigte die Polizei-Einsatzzentrale in Rosenheim, die eine Steife zum Brandort entsandte und die Feuerwehren alarmierte. Vermutlich hatte bereits am Vortag ein Blitz in den Baum eingeschlagen.

Der Brand schwellte die ganze Nacht über und wurde glücklicherweise am Sonntagmorgen von dem Radfahrer entdeckt. Schnell hätte ein großflächiger Waldbrand entstehen können. Die Feuerwehren aus Rottau und Grassau, die mit drei Fahrzeugen und rund 20 Mann anrückten, konnten das Feuer ablöschen. Für weitere Maßnahmen wurde die Brandstelle an das Forstamt übergeben. pv