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»Gewinnbringende mit unglaublichen Ergebnissen«

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Traunstein. Eine enge Zusammenarbeit besteht im Landkreis zwischen den Schulen und der Wirtschaft, was sich auch im Arbeitskreis Schulewirtschaft zeigt. Ziel ist es, die Gymnasiasten im Landkreis bereits während ihrer Schulzeit an die Arbeitswelt heranzuführen. In den Schulen wird diese Maßnahme – die auf einen schon vor vielen Jahren geäußerten Wunsch aus der Wirtschaft zurückgeht – im Rahmen der P-Seminare (Projektseminare) verwirklicht. Vier Schuljahrgänge des achtjährigen Gymnasiums konnten davon bereits profitieren.


Nun trafen sich im Chiemgau-Gymnasium Mitglieder des Arbeitskreises zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Die Mitglieder setzen sich aus Vertretern der Gymnasien im Landkreis sowie der örtlichen Wirtschaft zusammen. Auch Landrat Siegfried Walch und weitere Vertreter der Kommunalpolitik und der öffentlichen Verwaltung waren zu dem Begegnungsabend gekommen. Ziel war es auch, die Zusammenarbeit mit neuen Partnern aus der Wirtschaft zu beleben und insgesamt auch auf die Bedeutung der Projektseminare hinzuweisen.

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CHG-Schulleiter Klaus Kiesl machte deutlich, dass durch die Einführung des G8 auch das P-Seminar an Bedeutung zugenommen habe: »Das hat die Bindung des Gymnasiums an externe Partner institutionalisiert.« Schulen seien hier gezwungen, sich externe Partner zu suchen.

Landrat Siegfried Walch stellte das hohe Engagement des Landkreises für die Schulen heraus: »Gute Bildung ist der Rohstoff in Deutschland, sagte er. Dabei wolle man alles tun, dass man die bestmögliche Bildung vor Ort anbiete. »Der Landkreis ist darauf angewiesen, dass junge Menschen in der Region bleiben.« Man wolle Abwanderung verhindern; man wolle junge Menschen zurückholen und ihnen die Chance geben, ihr Leben im ländlichen Raum zu gestalten.

Nachdem der Landkreis in den vergangenen elf Jahren über 105 Millionen Euro in die Bildung investiert habe, sehe ein mittelfristiges Investitionsprogramm nun für die kommenden drei Jahre Investitionen von 35 Millionen vor. »Hier dürfen wir nicht sparen«, zeigte er sich überzeugt. Dies sehe auch der Traunsteiner Kreistag so. Insgesamt wolle man mit den Schulen und der Wirtschaft wieder etwas näher zusammenrücken.

Der Vorsitzende der Arbeitgeber im Arbeitskreis, Martin Posch, betonte, dass die Antwort auf eine sich dynamisch verändernde Welt nur so lauten könne: »Lernen, wissen und können.« Um im harten internationalen Wettbewerb bestehen zu können, seien konkurrenzfähige Kompetenzen nötig. Er machte in seinem Lob für das Duale System deutlich, dass der beginnende Mangel an Fachkräften quer durch viele verschiedene Arbeitsbereiche gehe und Handwerk und Industrie gleichermaßen treffe. Die bisherigen P-Seminare seien »gewinnbringende Erfahrungen mit teilweise unglaublichen Ergebnissen«. Es sei für alle Beteiligten wichtig, dass diese »weiterleben und man wieder verstärkt ins Gespräch kommen«. Dies sei zur Belebung des Arbeitskreises der erste Schritt.

Die Anwesenden machten anschließend davon rege Gebrauch und stimmten sich untereinander über ihre Möglichkeiten, Wünsche und Ziele zur verstärkten Zusammenarbeit ab. awi