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Gewerbeverband Traunstein hat 14 neue Mitglieder

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Der Vorsitzende Thomas Eberl vom Gewerbeverband Traunstein sieht in der Ausbildungsakademie des Verbands eine wichtige Fortbildungseinrichtung für die künftigen Fachkräfte. (Foto: Peter)

Traunstein – Die Mitglieder des Gewerbeverbands Traunstein und Umgebung trafen sich zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Schnitzlbaumer. Vorsitzender Thomas Eberl ging auf die neu ins Leben gerufene Ausbildungsakademie ein. Damit wolle der Gewerbeverband den Auszubildenden zusätzliche Kompetenzen vermitteln. Der Vorsitzende hatte die junge Unterwössner Harfenistin Lena Kurfer eingeladen, um die Mitglieder etwas von ihrer Hektik des Alltags zu nehmen und auf die Adventszeit einzustimmen. Die Mitgliederzahl beträgt 224, was einem Zuwachs von 14 Mitgliedern im Vergleich zum Vorjahr entspricht.


Wie Eberl meinte, hatte sich der Verband im abgelaufenen Geschäftsjahr mit verschiedenen Projekten beschäftigt. Dies waren die Ausarbeitung des neuen Logos, die Neuauflage des Informationsflyers sowie der überarbeitete Internetauftritt oder auch die Ausbildungsakademie.

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150-jähriges Bestehen wird im kommenden Jahr gefeiert

Die Truna sei mehr als eine reine Gewerbeschau, so Eberl. Sie biete einen umfangreichen Einblick in die wirtschaftlichen Aktivitäten der Region. Die Truna solle weiterentwickelt werden und darum gebe es bereits eine Liste von Verbesserungsvorschlägen, die in die Gestaltung einfließen sollten, meinte Eberl. Somit soll die Truna 2017 mehr auf das Interesse der Verbraucher von morgen zugeschnitten werden. Der Gewerbeverband Traunstein feiert nächstes Jahr das 150-jährige Bestehen und im Juli werden die Mitglieder das Jubiläum entsprechend feiern, meinte Eberl.

Das Projekt »Ausbildungsakademie« erläuterte der stellvertretende Vorsitzende Dr. Florian Binder, der im Verband für den Schwerpunkt Ausbildung zuständig ist. Große Firmen seien in der Lage, ihren Auszubildenden unternehmensspezifische Ausbildungsschwerpunkte durch interne Fortbildungen zu vermitteln. Kleinen Unternehmen fehlten hierzu die Kapazitäten und die erforderliche Struktur, meinte Binder.

Mit der Ausbildungsakademie soll den Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit gegeben werden, ihren Auszubildenden in sechs Modulen mit den unterschiedlichen Bereichen wie Öffentlichkeitsarbeit, rechtlichen und gesundheitlichen Themen oder auch einem Unternehmensknigge, bei dem zum Beispiel der Umgang mit den Kunden vermittelt wird, eine überbetriebliche Fortbildung ablegen und Zusatzqualifikationen erwerben zu können. Die Auszubildenden unserer Mitglieder werden dadurch eine kostenlose Förderung von hochqualifizierten Referenten erhalten. Selbstverständlich nehme die Vorstandschaft gerne Vorschläge für Themen entgegen, fügte Binder an.

Im weiteren Verlauf stellte Schriftführer Andi Ramelsberger, der zugleich Geschäftsführer der Firma spreadfilms ist, die neue Plattform »Wirtschaftsregion Chiemgau« in Grundzügen vor. Auf einer neuen Webseite wird eine gemeinsame Plattform für Arbeitgeber und Arbeitnehmer konzipiert. Viele Menschen würden den Chiemgau als landschaftlich herrliche Region mit schönen Bergen und Seen wahrnehmen, meinte Ramelsberger. Durch die neue Plattform solle aufgezeigt werden, dass der Chiemgau zusätzlich ein Top-Standort von international agierenden Firmen sei und Arbeitsplätze für jedes Beschäftigungsprofil biete. Die Internetseite befindet sich noch im Aufbau und soll Anfang 2016 publiziert werden.

Landesgartenschau und Planungen fürs Bahnhofsareal

Beim Tagespunkt Sonstiges meldete sich Herbert Röde von der Firma »Bahnhofquartier GmbH« zu Wort. Er, so Röde, könne es nicht verstehen, dass es eine Bürgerinitiative gegen die Landesgartenschau gebe. Er ist der Meinung, dass die Gartenschau für die Stadt, das Gewerbe und die Bürger Vorteile bringen wird. Kritisch sieht Röde das Vorgehen der Stadt bei den Planungen um das Bahnhofsareal. Unter dem Titel »Stadtlabor Stadtwerkstadt Traunstein« hätten Wissenschaftler und Studenten der TU München Nutzungsvorschläge ausgearbeitet. Doch die Grundstückseigentümer seien dazu nicht eingeladen gewesen, so Röde. Er ist der Ansicht, dass bei so großen Vorhaben, wie die Landesgartenschau oder eben die Gestaltung des Areals am Bahnhof, die Bürger und Eigentümer von Anfang an miteinbezogen werden müssten, damit eine Realisierung oder Gestaltung erfolgreich durchgeführt werden kann.

Vor der Jahreshauptversammlung hatte es eine Brauereiführung durch die Inhaber Stephanie und Philipp Frauendörfer gegeben. MP

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