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»Gewerbe ansiedeln«

Inzell. SPD-Landratskandidat Sepp Konhäuser und die Inzeller Kreistagskandidaten stellten sich bei einer Veranstaltung in der Kritischen Akademie Inzell vor. »Wir müssen uns im Kreistag eine Stimme verschaffen«, betonte der SPD-Ortsvorsitzende Sepp Rieder.


Die heimischen Betriebe müssten im Wettbewerb bestehen können, damit weiterhin genügend Arbeit im Landkreis angeboten werden könne, betonte Konhäuser. »Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir die Infrastruktur immer weiter verbessern.« Insbesondere in ein schnelleres Internet müsse investiert werden.

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Diese Aussage fand große Unterstützung bei den Besuchern. »Denn« – so Bürgermeisterkandidat Hans Egger – »auch in Inzell müssen wir uns um Ansiedlung von neuem Gewerbe bemühen.«

Der Tourismus ist für Konhäuser ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit einem Umsatz von rund 500 Millionen Euro im Jahr. »Er sichert rund 10 000 Arbeitsplätze und muss deshalb weiterhin fortentwickelt werden«. Mit der Ansiedlung weiterer Hotels und mit Programmen für Kleinvermieter könne man versuchen, den Rückgang der Gästebetten zu stoppen.

Wichtiger Bestandteil der medizinischen Vorsorge im ländlichen Bereich sind die Kliniken. Aus diesen Grund hat Sepp Konhäuser, der dem Aufsichtsrat der Kliniken schon seit Jahren angehört, die Fusion mit den Kliniken des Berchtesgadener Landes mit unterstützt. Auch wenn zurzeit die wirtschaftliche Situation aller kommunalen Krankenhäuser nicht gut sei, »müssen wir alles dafür tun, um sie in kommunaler Trägerschaft zu erhalten«.

In der Diskussion betonte ein Arzt, dass die Reduzierung des Defizits nicht auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen werden dürfe. Ein Besucher sagte zum Thema Tourismus, dass sich die Kleinvermieter organisieren sollten, als Vorbild diene hier »Urlaub auf dem Bauernhof«, das sehr erfolgreich sei. Außerdem wurde von einem Gast angemahnt, ein vernünftiges Konzept für die Max-Aicher-Halle zu finden, damit das Unterhaltsdefizit reduziert werde.