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Geteilte Meinungen über die Anlieger-Regelungen

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Blick  auf  den  Venusberger Weg,  der  für den Durchgangsverkehr gesperrt wurde. Die umstrittene Otto-Kögl-Straße zweigt nach rechts ab (Bildmitte) und mündet über die Jakob-Eder-Straße wieder in die Adelholzener Straße ein. (Foto: Krammer)

Siegsdorf – Die nach wie vor bei den Anwohnern heftig umstrittene Sperrung des nördlichen Teils des Venusberger Weges verbunden mit einer neuen Anlieger-Regelung für die Otto-Kögl-Straße und die Osterhamer Leite dominierte die Fragestunde bei der Siegsdorfer Bürgerversammlung.


Dorothea Freund, Josef-Bernhard Salmen, Edward Gagnon und Fritz Leugner, alle aus der Otto-Kögl-Straße, sowie Hartmut Speck aus dem Venusberger Weg trugen ihre Erfahrungen und Ansichten zur derzeitigen Situation vor, kamen dabei aber auch zu unterschiedlichsten Ergebnissen und Forderungen an die Gemeinde.

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Bürgermeister Thomas Kamm versuchte die Wogen zu glätten und stellte weitere Beobachtungen und Verkehrszählungen für den Frühsommer in Aussicht, nach deren Ergebnissen die Situation neu bewertet werden wird. Eine zufriedenstellende Lösung kann es aber sicher nur geben, wenn sich die Verkehrsteilnehmer an die ausgeschilderten Beschränkungen halten.

Dr. Christian Gerhart aus der Wagnerstraße wollte wissen, ob für die umfangreichen Baumfällungen entlang der Ortsstraßen Ersatzpflanzungen geplant seien und Elisabeth Rott aus der Reichenhaller Straße verwies auf die weiterhin gefährliche Situation am Fußgängerüberweg zur Schule. Bürgermeister Kamm meinte dazu, Planungen für Neupflanzungen gebe es nicht. Der Fußgängerüberweg Reichenhaller Straße wird zu den Schulweg-Zeiten von Schulweg-Helfern gesichert, eine 100-prozentige Sicherheit gebe es aber nicht. Die Unebenheiten der Straße werden wohl erst in einer größeren Sanierung, eventuell nach den Grabungsarbeiten für die Erdgasversorgung, beseitigt werden können.

Christian Edelmaier aus der Osterhamer Leite bat die Gemeinde, die Lichtwerte durch die Umstellung auf LED-Beleuchtung in den Straßen nicht zu weit zu drosseln. Wie er aus eigener schmerzlicher Erfahrung berichtete, sei auch in Siegsdorf nächtliches Gesindel unterwegs, das das Licht scheue.

Heidi Dufter aus der Daburger Straße wollte wissen, wie weit die Planungen zur Sanierung oder zum Neubau der großen Turnhalle fortgeschritten sind. Kamm verwies dazu auf Planungsaufträge zur Grundlagenermittlung für eine Entscheidung, deren Ergebnis den weiteren Weg aufzeigen muss.

Fritz Leugner verwies am Beispiel der Einmündung der Ruhpoldinger- in die Hauptstraße auf den teilweise schlechten Zustand der Straßendecken und wollte wissen, warum trotz der guten finanziellen Situation der Gemeinde nicht mehr Geld in die Sanierung gesteckt wird. Die Entwicklung entlang des genannten Straßenzuges sei noch völlig ungeklärt. Eine Straßensanierung ohne entsprechende Hintergrundinformationen über die künftige Straßenführung oder Nutzung habe keinen Sinn, erwiderte Kamm und verwies darauf, dass in den letzten Jahren jeweils mehr als 300 000 Euro für Sanierung und Straßenausbau verbaut wurden.

Bei der Beantwortung der abschließenden Frage von Renate Basalyk, warum denn innerorts keine Mittelstreifen-Markierungen mehr auf den Straßen angebracht werden, holte sich der Bürgermeister kompetenten Rat bei Trachtenvorstand Peter Mayer, der als Leiter des Kreisbauhofes detailliert über die gesetzlichen Grundlagen des »Rechtsfahr-Gebotes in Ortschaften« Auskunft geben konnte. FK