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»Gespenstermacher« in Wonneberg unterwegs

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Die Proben laufen auf Hochtouren: In der Dorfschenke beim Moorwirt sitzen Hardi Reinmiedl (von links), Hedwig Lohwieser, Franz Aicher, Lucia Lohwieser und Heidi Lechner.

Wonneberg. »Gift, Eifersucht, Gespenster und Liebeleien bilden den Webfaden« heißt es über das neue Stück des Wonneberger Dorftheaters, das den Titel »Gespenstermacher« trägt. Am kommenden Freitag um 20 Uhr im Saal des Gasthauses Gruber in Weibhausen wird Premiere gefeiert. Dann öffnet sich die heruntergekommene Dorfschenke der resoluten Moorwirtin Rosa. In der verkehren unter anderem die beiden Totengräber Schippe und Schaufe, deren Gehalt gestrichen wird, dafür lockt aber eine Prämie pro Begräbnis.


Schippe und Schaufe (gespielt von Franz Aicher und Hardi Reinmiedl) sind zwei skurrile, lustige Totengräber im tristen Moortaler Moos. Sie haben einen schrägen Humor, essen mit den Fingern, trinken jeden Fusel und waschen sich eher selten. Abgesehen vom sympathischen Knecht Leo (Christian Mühlthaler) werden sie von jedermann gemieden, auch von der Dorfverrückten Philomena (Hedwig Lohwieser) und der Moorwirtin (Heidi Lechner).

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Zum Problem der Totengräber kommt noch der Zwist der Mooswirtin mit der wohlhabenden Vevi Veichtl (Lucia Lohwieser): Beide interessieren sich für den Schuaster Jackl (Peter Wingruber), der sich aber für keine der beiden begeistern kann. Dagegen darf der Knecht Leo (Christian Mühlthaler) seine Liebe kennenlernen. Die im Stück auftauchenden Gespenster sind, wie sich herausstellt, viel menschlicher als man denkt. Und der Ausdruck »Quälgeister« bekommt für die beiden Erdschaufler eine wahrhaft wörtliche Bedeutung.

»Gespenstermacher« ist ein lustiger und humorvoller Schwank, der mit witzig-makabren Situationen das Publikum begeistern kann. Die triste Atmosphäre der ärmlichen Moorschenke im Moortaler Moos mit ihren skurrilen Gästen, die überraschende Situationskomik und der Wortwitz bilden einen wunderbaren Kontrast. Das Stück verspricht Pointen, die aufs i-Tüpfelchen sitzen, ist makaber, deftig, aber auch sehr feinsinnig. Lebendige wie tote Gestalten schwirren über die Bühne und zeigen, dass Geld und Reichtum das Leben nicht besser machen.

Regie führt Josef Eder, für Bühne und Technik zuständig sind Josef Bauer und Simon Strohammer, für die Maske zeichnen sich Tina Poller und Lisa Schmid verantwortlich. Als Souffleuse agiert Christine Kern.

Die weiteren Aufführungstermine nach der Premiere sind am kommenden Samstag um 20 Uhr, am kommenden Sonntag um 19 Uhr, am Freitag, 23. November, um 20 Uhr, am Sonntag, 25. November, um 14 Uhr, am Samstag, 1. Dezember, um 20 Uhr und schließlich am Sonntag, 2. Dezember, um 19 Uhr. Platzreservierung bei Hedwig und Josef Lohwieser, Telefon 08681/4906 (zwischen 17 und 20 Uhr). he

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