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Gesellenprüfung »Grundstock für eine Arbeitsplatzgarantie«

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40 Metallbauer wurden von den Verpflichtungen der Lehrzeit freigesprochen: Felix Uxa (Zweiter von rechts) war Prüfungsbester und wurde vom Innungsobermeister Franz Pfeffer (Zweiter von links) und Prüfungsvorsitzendem Metallbauer Fritz Graßl dafür ausgezeichnet. Kreishandwerksmeister Peter Eicher (links) nahm die Freisprechung der 40 jungen Gesellen vor. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein. Grund zum Feiern gab es für 40 Gesellen der Metallinnung Traunstein-Berchtesgadener Land, die mit 76 Mitgliedsbetrieben eine der größeren Innungen in der Kreishandwerkerschaft ist. Nach erfolgreicher Prüfung wurden die jungen Handwerker in einer würdigen Festveranstaltung gemäß der Jahrhunderte alten Tradition freigesprochen. Viele Angehörige, aber auch Vertreter der Berufsschulen und der Ausbildungsbetriebe waren in den Alpengasthof Hochberg gekommen, um mit den erfolgreichen Jung-Handwerkern zu feiern.


Innungsobermeister Franz Pfeffer ging auf die Wertbeständigkeit des Gesellenbriefes ein: »Das ist der Grundstock für eine lebenslange Arbeitsplatzgarantie«, sagte Pfeffer und fügte hinzu: »Handwerker werden immer gesucht.« Er plädierte dafür, den Ausbildungsstand weiter hochzuhalten.

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Die gute Zusammenarbeit zwischen Innung, Bildungszentrum und Berufsschulen wurde in den Grußworten von Schulleiter Willi Barke (Staatliche Berufsschule I), Ulrich Genghammer (private Berufsschule der Jugendsiedlung Traunreut) und Franz Ertl (Bildungszentrum) deutlich. Mit ihrer Ausbildung würden den jungen Handwerkern viele Tore offen stehen, sagte Barke. Das duale Ausbildungssystem werde weltweit kopiert und favorisiert. Die jetzt gewonnene Ausbildung bringe auch mehr Verantwortung für die Gesellen mit sich: »Ihr müsst Gelerntes fachkundig anwenden.« Schulleiter Genghammer gratulierte zur »Eintrittskarte ins Berufsleben«. Der Wandel führe dazu, dass »Lernen auf Vorrat« nicht gehe. Alle Prüfungsteilnehmer hätten in der Prüfung gut und mit großem Elan mitgearbeitet betonte Prüfungsvorsitzender Fritz Graßl. Von den 42 zur Prüfung angetretenen Auszubildenden im Metallhandwerk schlossen 40 die Prüfung erfolgreich ab. Der erfolgreichste Teilnehmer, der im Nachgang zur Freisprechung noch extra geehrt wurde, war Felix Uxa vom Ausbildungsbetrieb Franz Pfeffer, Freilassing, der seine Prüfung mit einem Notendurchschnitt aus Theorie und Praxis mit 2,0 abschloss. Die Feinwerkmechaniker werden – nachdem die Berufsschule für diese Ausbildungsrichtung in Bad Aibling ist – in der kommenden Woche in Rosenheim freigesprochen. Rupert Steiner, Prüfungsvorsitzender der Feinwerkmechaniker, nutzte kurz die Gelegenheit, um sich bei Werner Berger vom Bildungszentrum Traunstein für dessen umfassendes, langes Engagement für die Auszubildenden zu bedanken. Den Höhepunkt, die Freisprechung der jungen Handwerker nahm Kreishandwerksmeister Peter Eicher vor. Gemäß der Jahrhunderte alten Tradition, sprach der Kreishandwerksmeister die künftigen Metallbauer von den Pflichten ihres Lehrverhältnisses frei und hob sie in den Stand der Jung-Gesellen. Der Kreishandwerksmeister gab den Gesellen auf ihrem beruflichen Weg noch gute Ratschläge mit und lobte die jungen Handwerker, die jetzt eine gute Basis für ihre berufliche Zukunft gewählt hätten. Die Jung-Gesellen erhielten ihren Gesellenbrief und ihre Zeugnisse. Anders als in früheren Zeiten, als der Freigesprochene nach dem formellen Akt ein Mahl zahlen musste, konnten sich die 40 jungen Metallbauer neben dem gelungenen Abschluss und dem Gesellenbrief über die Einladung zum Abendessen und anschließendem längeren gemütlichen Beisammensein freuen. awi