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Gesellen der Innung für Elektro- und Informationstechnik

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Würdigung für ausgezeichnete Leistungen bei der Innung für Elektro- und Informationstechnik: Obermeister Otto Zach (von links) sowie die beiden Prüfungsbesten Tobias Wagner und Johann Hölzle. Daneben ist Prüfungsausschussvorsitzender Hermann Stadler. (Foto: Wittenzellner)

Die Freisprechungsfeier für 103 ehemalige Auszubildende der Innung für Elektro- und Informationstechnik Traunstein, die mit den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf vier Landkreise umfasst, fand in Purkering bei Trostberg statt.


Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Gesellenprüfung erhielten die jungen Handwerker nun ihre Gesellenbriefe. Die Lehrzeit ist nach der – gemäß der Jahrhunderte alten Tradition – nach der erfolgten Freisprechung für sie nun zu Ende, sie wurden in den Stand der Jung-Gesellen aufgenommen.

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Innungs-Obermeister Otto Zach freute sich mit den vielen Eltern und Verwandten der Gesellen über den erfolgreichen Tag: »Die abgeschlossene Berufsausbildung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in das selbstbestimmte Leben ihrer Kinder«, sagte er. Den Vertretern der Ausbildungsbetriebe dankte er für die Vermittlung des handwerklichen Könnens: »Hier wurde von beiden Seiten eine Menge Lehrgeld bezahlt.«

Der Obermeister betonte, dass die künftigen Facharbeiter nun eine gute berufliche Perspektive haben. Dies gelte vor allem vor dem Hintergrund einer guten Konjunktur und eines zunehmenden Facharbeitermangels in Deutschland, der inzwischen sogar zu Anwerbungen im Ausland führe. Dass sich eine Karriere im Handwerk lohne, werde auch dadurch ersichtlich, dass die Europäische Union den Meisterbrief mit dem Hochschulabschluss eines Bachelors gleichsetze.

Der Schulleiter der Berufsschule I in Traunstein, Willi Barke, sagte, dass die jungen Handwerker nun eine berufliche Kompetenz erreicht hätten, die sie zu einem Handeln befähige, dem man vertrauen könne. »Nehmen Sie Ihre Zukunft in die Hand und gestalten sie Ihre Zukunft«, sagte der Schulleiter und gratulierte zum Erreichen ihrer Ziele.

Lehrlingswart und Prüfungsausschussvorsitzender Hermann Stadler ging auf die konkreten Zahlen zur Prüfung ein. Im Juli des vergangenen Jahres wurde die Sommerprüfung durchgeführt, im Februar diesen Jahres die Winterprüfung. Von 110 Prüflingen haben 103 diese erfolgreich abgelegt, der Notendurchschnitt lag bei beiden Prüfungen etwas über einer Drei. Die Gesellen forderte er auf, sich – gerade vor dem Hintergrund von Innovationen und technischen Veränderungen – ständig weiterzubilden.

Obermeister Zach sprach dann die Auszubildenden von den Pflichten des Lehrverhältnisses frei und hob sie in den Stand der Gesellen als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. »Ihr sollt immer Freude und Erfüllung an Eurem Beruf finden, das Erlernte zu meisterlichen Fähigkeiten weiterentwickeln und stolze Vertreter Eures Berufes und Standes sein«, rief er den jungen Gesellen unter dem Applaus der Anwesenden zu.

Die jungen Elektroniker erhielten dann ihre Gesellenbriefe. Besonders ausgezeichnet wurden die Prüfungsbesten der beiden Prüfungen: Prüfungsbester der Sommerprüfung ist Johannes Hölzle vom Ausbildungsbetrieb Demel in Petting mit einem Notendurchschnitt von 1,5. Die erfolgreichste Winterprüfung legte Tobias Wagner vom Ausbildungsbetrieb Rösler in Burghausen mit einem Notendurchschnitt von 1,7 ab. Beide erhielten für ihre ausgezeichneten Leistungen ein Präsent, das sie bei ihren beruflichen Tätigkeiten gut einsetzen können. awi