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Geplantes Kulturzentrum: Lob und Kritik

Traunstein. Eine Stunde lang hat Oberbürgermeister Manfred Kösterke bei der Bürgerversammlung Stadtthemen behandelt – ein Punkt war ihm besonders wichtig: die Planungen für das neue Kultur- und Kunstzentrum Klosterkirche. Denn in den vergangenen Wochen habe die Stadt »sehr viele positive wie negative Rückmeldungen zu dem Projekt bekommen«, sagte Kösterke.


Die Stadt möchte mit dem geplanten Kunst- und Kulturzentrum »einen attraktiv gelegenen, multifunktional nutzbaren Veranstaltungsort schaffen«, betonte das Stadtoberhaupt. Dafür sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen nötig. »Nach 320 Jahren ist das auch kein Wunder«, sagte Kösterke. Ihm sei es besonders wichtig, das Gebäude barrierefrei zu gestalten, zudem sei eine Aufzugsanlage hilfreich und sinnvoll. Auch eine Heizungsanlage soll eingebaut werden, damit die Kirche auch in den Wintermonaten nutzbar ist.

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Manfred Kösterke stellte jedoch heraus, dass die Größe des Schulhofes der Ludwig-Thoma-Grundschule angemessen sein muss. »Die bisher rund 1500 Quadratmeter des Pausenhofes und der Rasenfläche sollen möglichst beibehalten werden«, versicherte er.

Im neuen Zentrum sollen dann gleich drei bedeutende kulturelle Einrichtungen der Stadt ihre Heimat finden. Neben der Städtischen Galerie und der Kulturfördervereinigung ARTS soll auch das NUTS dort untergebracht werden. Man spare sich künftig die Mietkosten für die NUTS-Räume an der Crailsheimstraße. »Diese bezuschusst die Große Kreisstadt jährlich in erheblichem Umfang«, sagte der Oberbürgermeister. Durch diese Vereinigung entstehen »sicherlich auch Synergieeffekte mit positiven Auswirkungen im Sinne einer Attraktivitätssteigerung für die gesamte Ludwigstraße«.

Kösterke sprach auch den Architekturwettbewerb an. »Nachdem wir die Preisträger ermittelt haben, legen Regeln für derartige europaweite Architekturwettbewerbe ganz detailliert fest, wie es weitergehen muss.« Demnach muss die Arbeitsgruppe mit allen Preisträgern auf Basis ihrer Entwürfe nun erneut Gespräche führen. »Und die Vorschläge etwa hinsichtlich der finanziellen und baulichen Realisierbarkeit nochmals einer eingehenden Prüfung unterziehen.« Dies solle bis Ende des Jahres geschehen«, sagte der Oberbürgermeister. Danach sehe das Vergabeverfahren vor, dass die Ergebnisse der Gespräche im Stadtrat vorgestellt werden und dort über die Auftragsvergabe endgültig entschieden werde. »Wir machen es uns nicht leicht mit der Auswahl des richtigen Entwurfs«, betonte er.

Manfred Kösterke wies darauf hin, dass die Traunsteiner auch weiterhin ihre Anregungen und ihre Kritik vorbringen können – dafür liegt etwa extra im Foyer des Rathauses ein Buch auf. Dort sind auch in einer Ausstellung die Pläne und Modelle der vier Preisträger zu sehen. SB