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Georgiritter weiterhin unter bewährter Führung

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Traunstein. Die Zieglerwirtsstube im Traunsteiner Heimathaus war bei der Hauptversammlung des St. Georgs-Vereins voll besetzt: Lag es an den Neuwahlen oder am bald bevorstehenden Termin der Kommunalwahl, dass der Vorsitzende Albert Schmied außer Oberbürgermeister Manfred Kösterke auch zahlreiche Stadträte begrüßen konnte?


So manche der alteingesessenen Stadträte und Stadträtinnen sind ja ohnehin dem Georgiverein treu verbunden, und auch ihnen wusste Albert Schmied dafür den Dank abzustatten, dass die Durchführung des einzigen Vereinszwecks, nämlich des Georgiritts am Ostermontag, von Seiten der Stadtführung als auch der Stadtverwaltung mit großer Unterstützung möglich ist.

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Oberbürgermeister Kösterke wies in seinem Grußwort darauf hin, dass der Wallfahrtscharakter des Ritts nie verloren werden dürfe: Der Ritt sei eben deshalb Teil der Heimat, Tradition und Ausdruck des Glaubens und nicht nur eine Brauchtumsveranstaltung; er verkörpere Traunstein und den Chiemgau in bester Weise.

Gewohnt souverän führte Kösterke auch die Neuwahlen durch, die allesamt einstimmig erfolgten, da keine Gegenkandidaten nominiert waren. So führt Albert Schmied den Verein auch in der nächsten Periode, sein Stellvertreter bleibt Martin Schweiger; Ernst Rachl übt weiterhin das Amt des Schriftführers aus, Peter Graspeuntner fungiert erneut als Erster, Bernd Bauhofer als Zweiter Kassier. Albert Schmied dankte allen, die tatkräftig dazu beitragen, dass der Ritt stattfinden kann.

Ernst Rachl ging in seinem Jahresrückblick auf den arg winterlich gebeutelten Ritt im letzten Jahr ein, dennoch hatten 344 festlich geschmückte Pferde daran teilgenommen, angesichts der ja eher abschreckenden Verhältnisse eine stolze Zahl. Ernst Rachl wie auch Albert Schmied dankten Gretl Pröbstl, die fünfzehn Jahre lang das Café St. Georg organisiert und dies nun in die Hände von Monika Stockinger und deren Team übergeben hat.

Nach wie vor ist der Verein auf Spenden angewiesen, zumal dann, wenn wie im letzten Jahr viele Zeichen für den Ritt wegen des schlechten Wetters nicht verkauft werden konnten. Dennoch ist die Kasse ausgeglichen, auch dank der vielen Ehrenamtlichen, von denen hier nur Hans Petersen als engagierter Depot-Verwalter genannt sei. Auch der auf etwa 30 000 Euro kommende Ritt ist finanziell abgesichert.

Zuletzt bat Peter Graspeuntner um freiwillige Zeichenverkäufer, nicht nur am Ostermontag. Wer sich diesbezüglich für den Ritt und damit für den Georgiverein engagieren will, ist herzlich willkommen und braucht nur ins Graspeuntner-Geschäft am Stadtplatz zu kommen, dort gibt es die nötigen Instruktionen.

Zuletzt wies Albert Schmied auf die Bittmesse am 6. April um 9 Uhr in Ettendorf hin, auch, dass die beiden Rittbitten in Aufham und in Piding gemeinsam in Piding stattfinden; es sei zudem überlegenswert, die Zahl der Gemeinden bezüglich des Rittbittens zu erweitern, denn immerhin nahmen im letzten Jahr über 500 Georgiritter am Rittbitten teil. So bleibt nur zu hoffen, dass heuer bei Sonnenschein der altbekannte Ruf zu den Fanfarenstößen am Ostermontag ertönt: Hie gut all weg! WS

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