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Georg Ziegltrum verabschiedet

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Mit einem schwungvollen Rap sagten die Ministranten Georg Ziegltrum Adieu, angefeuert von Gemeindereferent Martin Riedl. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Mit einer Messe und einer Feier mit vielen Einlagen ist Pastoralreferent Georg Ziegltrum in den Ruhestand verabschiedet worden.


2012 seien für ihn »die Türen zu einem neuen Stück Himmel aufgegangen«, sagte er. Er würdigte alle Gruppen in der Pfarrei, »die mitgespielt, mitgestaltet und mitgewirkt haben«.

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Bei der Casting-Show »Otting sucht den Super-Ziegltrum« der Ministranten war schnell klar, dass es schwer würde, einen Ersatz zu finden. Entweder die Kandidaten kamen pünktlich – was die Ottinger nicht gewohnt seien. Oder er kam im schicken Anzug oder gar in festen Schuhen – ein »No go«. für den »Klapperl-Schorsch«, ebenso wie ein Aktenkoffer statt des Korbs.

Stürmischen Beifall gab es auch für den Ministranten-Rap unter Regie von Gemeindereferent Martin Riedl, in dem Typisches zusammengefasst wurde, darunter sein altes Auto.

Der St. Leonharder Pfarrgemeinderat führte mit Hans Poller, Gabi Fenninger und Gerti Eder den Sketch »Ziegltrum im Klapperl-Geschäft« vor. Beim Theaterverein mit Andreas Diehl als Bischof und Sylvia Oppacher als Ziegltrum ging es um seine zu langen Predigten und Andachten. Dazu sagte er, er müsse doch erst erläutern, was er sagen wolle, dann müsse er dies ausführlich tun und schließlich erklären, was er erzählen wollte. Letztlich aber erlaubte der Bischof ihm, dass er in Gottes Namen auch weiter aushelfen dürfte.

Die Bauchtanzgruppe aus Waging zeigte orientalische Tanzkünste in bunten Kostümen. In Gstanzln verabschiedeten sich die im Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung tätigen Ottinger. Auch sie nahmen manche Schwäche Ziegltrums aufs Korn, hatten aber auch viel Lob parat: für die Krankenkommunion, seine Geselligkeit und seine Freude am Tanzen und am Gitarrenspiel, für seinen Humor.

Zita Diehl, in den 50er Jahren als »Lercherl von Waging« eine gefeierte Sängerin, trug ein Gedicht vor, »weil ich nicht mehr gut singen kann, fang’ ich zu dichten an«. Mit dem Ruhestand beginne für ihn ein schönes Leben. Sollte es ihm aber »fad« werden: »In da Gmoa is oiwei was zum Doa!«

Doreen Maierhofer, Vorsitzende des Gartenbauvereins, schenkte Ziegltrum »junge Reben für einen guten Wein«. Johanna Tradler vom Frauenbund St. Leonhard übergab dem »Frauenversteher« Blumen. Ziegltrum selbst hatte am Schluss ebenfalls eine blumige Überraschung: Zwei riesige Körbe voller Rosen überreichte er zum Abschied an die Besucher – er sei ja auch »in mancher Hinsicht dornig« gewesen. he