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Georg Hiendl und Alfons Hohenwarter sind Ehrenmitglieder

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Feuerwehrvorstand Matthias Strohmayer (rechts) und Kommandant Rupert Kink (von links) gratulieren Georg Hiendl und Alfons Hohenwarter zur Ehrenmitgliedschaft. (Foto: vom Dorp)

Übersee. »Wir sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für die Bevölkerung da.« Mit diesem Bekenntnis in der mit über 100 Besuchern sehr gut besuchten Jahresversammlung im Gasthaus »D'Feldwies« hat die Feuerwehr Übersee ihr ehrenamtliches Engagement bekräftigt. Konkret zeigte sich das in der Statistik für das vergangene Jahr. Mit 11 076 Dienststunden haben die Floriansjünger nahezu dasselbe Pensum geleistet wie im Jahr zuvor (11 167 Stunden). Übertroffen wurden die Einsatz- und Übungsstunden.


Feuerwehr musste zu 190 Einsätzen ausrücken

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»Das vergangene Jahr stand im Zeichen der Beendigung von zwei Großprojekten, nämlich den Schlussarbeiten für das neue Feuerwehrhaus und dem Umbau unseres neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 16/12«, sagte Vorstand Matthias Strohmayer. Stolz sei der Verein über die Anschaffungen einer Wärmebildkamera und neuer Helme für alle Aktiven.

Näher auf das abwechslungsreiche Vereinsleben ging Schriftführer Wolfgang Steiskall in seinem Fotobericht ein. Dabei lebten noch einmal viele Erinnerungen auf – etwa an die über 60 Kilometer lange Fußwallfahrt nach Altötting oder den Vereinsausflug nach Südtirol. Wiederum von Erfolg gekrönt gewesen sei laut Steiskall das traditionelle Weinfest – trotz des Standortwechsels zum neuen Feuerwehrhaus.

Lang und vielfältig war ebenfalls die Liste von Einsätzen im vergangenen Jahr, über die der Zweite Kommandant Michael Stefanutti Bilanz zog: »Mit 190 Einsätzen hatten wir so viele wie in keinem Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr mit seinen 178 Einsätzen, haben wir heuer mit 3719 Einsatzstunden (2011: 3342 Stunden) auch einen neuen Rekord bei den Einsatzstunden erzielt.«

Wieder einmal standen laut Stefanutti die technischen Hilfeleistungen mit 78 Einsätzen im Mittelpunkt der Aktivitäten. Es folgten 48 Sicherheitswachen, 33 freiwillige Tätigkeiten, 20 Brandeinsätze, zehn Rettungsdienste und einmal gab es einen Fehlalarm.

Nach den Worten des Kommandanten sahen sich die Feuerwehrler bei den technischen Hilfeleistungen sowohl mit Personen- und Tierrettungen, beispielsweise der Bergung einer Kuh aus der Ache, als auch mit schweren Verkehrsunfällen samt eingeklemmter Personen konfrontiert. Immer häufiger gebe es Wasserrettungseinsätze mit dem Feuerwehrboot auf dem Chiemsee und anderen Gewässern. Sehr einsatzintensiv sei Stefanutti zufolge auch wieder der Chiemsee-Reggae-Summer gewesen. 17 Aktive waren beim Festival rund um die Uhr im Einsatz.

Die Brände beschränkten sich im vergangenen Jahr vor allem auf Auto- und Kleinbrände. Bei einem größeren Küchenbrand konnte dank der guten Ausrüstung des Wohnungseigentümers mit Brandmelder und Rauchdecke ein großer Schaden verhindert werden. »Über die normalen Einsätze hinaus haben die Aktiven eine enorme Bereitschaft zu Übungs- und Ausbildungseinheiten gezeigt«, berichtete Kommandant Rupert Kink stolz. Insgesamt seien 323 Weiterbildungsmaßnahmen (2011: 290) mit 5419 Stunden (2011: 5302 Stunden) absolviert worden. Kink zufolge haben die Aktiven mit ihren 3719 Einsatz- und 5419 Übungsstunden sowie weiteren 894 Stunden für die Wartung der Gerätschaften und 1044 Stunden für Besprechungen und Verwaltungsarbeiten 11 076 Stunden unentgeltlich für die Allgemeinheit geleistet. Die Gesamtstundenzahl blieb knapp unter der des Vorjahres zurück, weil keine Eigenleistungen mehr für das neue Feuerwehrhaus anfielen.

Der Personenstand ist laut Kink mit 81 Dienstleistenden, darunter acht Frauen nahezu gleich geblieben. Insgesamt könne man sich auf 72 Aktive und neun Jugendliche stützen.

Auch im neuen Jahr wird die Überseer Wehr nicht die Hände in den Schoß legen, wie der Ausblick von Kommandant Kink zeigte. Im Mittelpunkt stehen weitere Verbesserungen des Ausbildungskonzeptes, die Mitgliederwerbung, besonders von Jugendlichen, sowie die Einführung von genauen Standorteinsatzregeln.

Hans Stein trug erfreulichen Kassenbericht vor

Eine frohe Botschaft konnte Kassenwart Hans Stein verkünden. Eine großzügige Erbschaft hätte für eine sehr gute Finanzlage gesorgt. Ausdrücklich wies er darauf hin, dass die Ausgaben für das Weinfest nur von den Einnahmen aus der Verpflegung und nicht durch Spenden finanziert werden.

Ihre große Wertschätzung für die Leistungen der Feuerwehrler brachten Kreisbrandinspektor Georg König und Bürgermeister Marc Nitschke in ihren Grußworten zum Ausdruck. »Man kann eure Arbeit und Risikobereitschaft für die Mitbürger nicht genug loben«, meinte der Rathauschef.

Umfangreich war abschließend die Liste der Ehrungen. Für ihre langjährigen, aktiven Dienstzeiten wurden mit Ehrenabzeichen geehrt Thomas Waschin (10 Jahre) sowie Christian Stephl, Klaus Hintereder und Michael Grad (alle 25 Jahre). Eine ganz besondere Würdigung ihrer langjährigen Einsätze und ihres Engagements für die Feuerwehr erfuhren Alfons Hohenwarter und Georg Hiendl. Sie wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. vd