Georg Hasselberger zum Ehrenvorsitzenden ernannt

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Georg Hasselberger (Mitte) wurde bei der Rittversammlung vom jetzigen Vorsitzenden Johann Thullner (rechts) zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Dazu gratulierte auch sein Stellvertreter, Alexander Ringsgwandl. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Bei der Rittversammlung des Georgivereins Ruhpolding stand eine besondere Ehrung an.


Für seine Verdienste um den Verein wurde der ehemalige Vorstand, Georg Hasselberger, zum Ehrenvorsitzenden ernannt. In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte der jetzige Vorsitzende Johann Thullner zunächst an die vielen Aktivitäten des Georgivereins. So haben die Rosserer beim Michaeliritt in Inzell, am Leonhardiritt in Wonneberg und am Georgiritt in Traunstein teilgenommen.

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Von den kirchlichen Festen hob er besonders das Kirchweihfest und das Fronleichnamsfest hervor, an denen die sogenannten Paktisten sehr gut vertreten gewesen seien. Zudem freue es ihn, dass beim Patrozinium sich wieder zehn neue Paktisten in den Dienst der Gemeinschaft gestellt haben. Ebenso habe die Weihnachtsfeier eine große Resonanz gefunden, sagte der Vorsitzende. Die Neuwahlen im Vorjahr haben einen Generationswechsel in der Vorstandschaft gebracht, die noch durch einige bisherige Amtsinhaber unterstützt werden.

In seinem Ausblick auf den Georgiritt 2017 stellt Thullner fest, dass bereits Gespräche mit dem Bürgermeister, dem Ordnungsamt und der Polizei erfolgt seien. Da der Ritt kein Volksfest oder der Ersatz für einen Pferdemarkt sei, sondern ein Votivritt getreu dem alten Brauch, bat er den Vorsitzenden des Wirtschaftsverbands darauf einzuwirken, dass während des Rittes auf Musikdarbietungen und Schankbetrieb verzichtet werde. Er gab auch bekannt, dass eine recht große Zahl von Teilnehmern bereits ihre Zusage erteilt habe. Dadurch waren einige Änderungen in der Rittordnung notwendig. Außerdem bat er die Ortsvereine, den kostenaufwändigen Ritt durch Abstellung von Zeichenverkäufern zu unterstützen.

Thullner erinnerte noch einmal an den Zeitplan. Nach dem Weckruf am Morgen des 3. September wird um 9.30 Uhr die Aufstellung im Ort erfolgen. Der Georgiritt wird dann pünktlich um 10 Uhr beginnen und nach dem Gottesdienst und der Pferdesegnung in St. Valentin erfolgt dann der Rückritt ins Dorf.

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Claus Pichler der gesamten Vorstandschaft für die »sehr gründliche Vorarbeit«. Auch er erinnerte daran, dass Festzeichenverkäufer sehr wichtig seien. Er wünscht dem Georgiverein für den Ritt ein schönes Wetter und einen unfallfreien Verlauf und sagte abschließend: »Gut, dass es den Ritt immer noch in einer Zeit wandelnder Werte gibt.«

Der Vorsitzende des Wirtschaftsverbands, Alfons Pichler, sagte ebenfalls seine Unterstützung zu. Er betonte: »Alle meinen, was ihr da leistet, ist normal.« Pichler versprach, auf die Betreiber von Aktivitäten während des Ritts einzuwirken.

Pastoralreferent Georg Gruber zeigte sich positiv überrascht, dass im vergangenen Jahr eine neue, verjüngte Vorstandschaft das Ruder des Vereins übernommen hat. Auch Pfarrer Otto Stangl freute sich über den »Aufschwung im Verein«, was sich unter anderem in der Neuaufnahme von zehn Paktisten gezeigt habe. »Der Georgiritt gehört zum Leben in der Gemeinde und dort, wo Tradition vorhanden ist, sollte man sie auch pflegen«, sagte er zum Schluss.

Schließlich konnte Vorsitzender Johann Thullner den ehemaligen Vorstand Georg Hasselberger für seine Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernennen. In seinem kurzen Resümee erinnerte der Geehrte an manche Höhen und Tiefen während seiner über elfjährigen Tätigkeit. Dabei sei die 250-Jahr-Feier in 2006 der erfreuliche Höhepunkt gewesen, ehe er im Herbst desselben Jahres die Führung des Vereins an Anderl Hofmann übergab. hab

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