weather-image
20°

Generationswechsel im Gemeinderat

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die neuen Gemeinderatsmitglieder (von links): Helmut Helmberger, Alexander Reinmiedl, Josef Helminger, Martina Poller, Stephan Eglseer, Bernhard Kriegenhofer, Karl Glaner und Hermann Eder.

Wonneberg. Der neue Wonneberger Bürgermeister Martin Fenninger hat in der konstituierenden Sitzung von großen Herausforderungen gesprochen, die in nächster Zeit auf den stark verjüngten Gemeinderat zukommen werden. Neben dem bereits laufenden Straßenbau nach Lauter zählte er unter anderem die Errichtung einer Nahwärmeversorgung oder die Neuordnung der Situation am gemeindlichen Wertstoffhof zu den anstehenden Aufgaben, die er zusammen mit dem neuen Gremium anpacken möchte.


Besonderen Wert werde er auf eine gute Information der Ratsmitglieder legen, durch konstruktive Gespräche miteinander sollen die bestmöglichsten Ergebnisse für die Gemeinde und ihre Bürger erzielt werden. Fenninger appellierte an die Fortsetzung der außerordentlich guten Zusammenarbeit im Gemeinderat und in der ganzen Dorfgemeinschaft. Er stelle sich vor, dass die Zusammenarbeit ohne Fraktionszwänge, nur bezogen auf die jeweilige Sache, am besten gelingen könne.

Anzeige

Als erste Amtshandlung durfte Martin Fenninger in seiner ersten Sitzung als Gemeindeoberhaupt die acht neuen Gemeinderatsmitglieder Hermann Eder, Stephan Eglseer, Karl Glaner, Helmut Helmberger, Josef Helminger, Bernhard Kriegenhofer, Martina Poller und Alexander Reinmiedl vereidigen.

Anschließend wurden Peter Wolff zum Zweiten Bürgermeister und Hermann Eder zum Dritten Bürgermeister gewählt. Martin Fenninger wünschte seinen beiden Stellvertretern unmittelbar nach der Ablegung des Amtseides viel Glück und Erfolg für ihre Tätigkeit. Zukünftig sind mit Bürgermeister Fenninger von der Freien Bürgerliste, Zweitem Bürgermeister Peter Wolff von der Überparteilichen Wählergruppe/Die Grünen und Hermann Eder von der neu in den Gemeinderat eingezogenen Liste Aktive Wonneberger alle drei Fraktionen in der Gemeindeleitung vertreten.

Anschließend stand das Thema Geschäftsordnung auf der Tagesordnung. Die bisherige Geschäftsordnung aus dem Jahr 1978 ist zwar vorerst weiterhin gültig, was der Gemeinderat auch beschlussmäßig bestätigte, jedoch will das Gremium in nächster Zeit den von Geschäftsleiter Franz Röckenwagner vorgelegten Entwurf diskutieren. Dieser Entwurf, den jedes Ratsmitglied mit der Sitzungsladung erhalten hat, ist auf Grundlage der vom Bayerischen Gemeindetag zur neuen Wahlperiode erstellten Mustergeschäftsordnung erstellt worden und ist damit an den neuesten Rechtsstand angepasst.

Nachdem die Geschäftsordnung Grundlage für ein reibungsloses Zusammenwirken der Gemeindeorgane in der bevorstehenden Amtsperiode ist und eine Fülle an Themen enthält, so Röckenwagner, sollte sich der Rat durchaus etwas Zeit nehmen für die neue Geschäftsordnung. Mit dem Vorschlag von Bürgermeister Fenninger, in einer der nächsten Sitzungen den Erlass der Geschäftsordnung auf die Tagesordnung zu nehmen, bestand Einverständnis.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden die Vertreter für die Verwaltungsgemeinschaft (VG), die Zweckverbände und für sonstige Institutionen bestellt. In die Gemeinschaftsversammlung der VG Waging wurden Josef Helminger und Alexander Reinmiedl entsandt, im Schulverband Otting-Wonneberg wird die Gemeinde durch Martina Poller vertreten sein und für den Zweckverband zur Wasserversorgung der Surgruppe wurde Stefan Eglseer benannt. Bürgermeister Martin Fenninger ist in den Gremien jeweils kraft Gesetzes beziehungsweise aufgrund der Verbandssatzung vertreten.

Das Gremium zur Verteilung der Mittel aus dem gemeindlichen Sozialfonds besteht zukünftig neben Bürgermeister aus Albert Fenninger, Hermann Eder, Peter Wolff und Martina Poller, für die Rechnungsprüfung zeichnen Karl Glaner, Martina Poller und Peter Wolff verantwortlich. Der bisherige Jugendbeauftragte Albert Fenninger, der wieder in seinem Amt bestätigt wurde, bekommt zukünftig von Bernhard Kriegenhofer Unterstützung, der ebenfalls zum Jugendbeauftragten ernannt wurde. Als Behindertenbeauftragte wurde Irmgard Fenninger benannt.

Schließlich stand, wie in konstituierenden Sitzungen allgemein üblich, das Thema Sitzungsgeld auf der Tagesordnung, das in Wonneberg bisher 15 Euro pro Sitzung betrug. Laut Bürgermeister gab es diesen Betrag schon lange vor der Euro-Umstellung, die 30 DM wurden dann ohne Erhöhung auf 15 Euro umgestellt. Auch ein Vergleich der Landkreisgemeinden zeige, dass die Gemeinde Wonneberg das niedrigste Sitzungsgeld im ganzen Landkreis habe, eine Erhöhung auf 20 Euro wäre in seinen Augen damit gerechtfertigt. In der folgenden Diskussion wurde diese Erhöhung durchaus als vertretbar angesehen.

Zweiter Bürgermeister Peter Wolff bezeichnete das Sitzungsgeld auch als Anerkennung für den ehrenamtlichen Einsatz der Gemeinderäte. Einstimmig wurde daraufhin zum Abschluss des öffentlichen Teils eine Erhöhung auf 20 Euro beschlossen. fr