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Generationenwechsel beim DAV Teisendorf

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Alfred Spiegelsberger (links) und Hüttenwart Helmut Eigenherr (rechts) überreichten Franz Waldhutter ein Modell der Teisendorfer Hütte. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Ein fast komplett neues, stark verjüngtes Team lenkt ab sofort die Geschicke der DAV-Sektion Teisendorf. Bei der Jahreshauptversammlung in der Alten Post wurde Georg Eckart aus Anger einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst damit Franz Waldhutter aus Thundorf ab, der nach 18 Jahren in diesem Amt nicht mehr kandidierte. Zweiter Vorsitzender wurde Thomas Kirchleitner aus Rückstetten; seit einem Jahr hatte Georg Eckart dieses Amt inne.


»Ich habe wirklich eine schöne Gemeinschaft erlebt hier«, begründete Georg Eckart seine Motivation, sich für die Leitung eines fast 3800 Mitglieder starken Vereins zur Verfügung zu stellen.

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Da auch Schatzmeisterin Manuela Aicher nach 18 Jahren aufhörte und zweite Schatzmeisterin Simone Resch Mutter geworden war, waren auch diese Posten vakant. Sie wurden mit der Steuerfachwirt Simon Gafus, bisher in der Kindergruppe aktiv, sowie der Bankkauffrau, Bautechnikerin und Bauzeichnerin Verena Baumgartner besetzt.

Auch in den Referaten gab es eine Änderung: Sepp Spiegelsberger, bis dato Kletterbetreuer in der Kindergruppe, widmet sich ab sofort als Nachfolger für den ebenfalls 18 Jahre im Amt aktiven Sepp Ramstötter dem Naturschutz. Als neuer Materialwart fand sich David Vinke als Nachfolge von Rudi Hofmann.

Neu eingeführt wurde das Amt des Boulderhallenwarts und mit Stefan Mühlbacher besetzt. Die übrigen Mandatsträger wurden wieder gewählt: Sepp Enzinger als Jugendreferent, Elke Weis als Schriftführerin, Franz Rehrl und Andrea Schillinger als Kassenprüfer, Sepp Rehrl aus Ausbildungsreferent, Stefan Stadler als Tourenwart, Felix Strohmaier als Seniorenreferent, Hans Waldherr als Wegewart und Katrin Fritzenwenger als Kindergruppen-Vertreterin. Helmut Eigenherr und Maria Glaser sind weiter zuständig für die Teisendorfer Hütte und die Anmeldung, Berni Enzinger für die Internetseite, Heinrich Mühlbacher für die EDV, Helmut Huber für die Chronik und Sebastian Strohmaier für das Nachrichtenblattl.

Vor den Wahlen ging Franz Waldhutter auf die Höhepunkte seiner Amtszeit ein. 1994 begann er als zweiter Vorsitzender unter Helmut Huber. 1995 wurde das Gipfelkreuz am Mittelstaufen aufgestellt. Als er die Vereinsführung im Jahr 2000 übernahm, hatte der Verein 1150 Mitglieder, heute sind es 3792. 2002 stand Vereinsmitglied Resi Koch als erste Frau auf dem 8125 hohen Nanga Parbat. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung beschloss im August 2004, das Köllnsbergerhaus am Predigtstuhl zu pachten. Im September begann der Umbau zur »Teisendorfer Hütte«, die am 31. Juli 2005 von Pfarrer Karl Ellmann eingeweiht wurde. Die 100-Jahr-Feier der Sektion 2008, die Übernahme des Gipfelkreuzes auf dem Teisenberg von Simon Helminger, der Kauf des Vereinsbusses, der Bau der Kletteranlagen in Waging und Teisendorf sowie die Aufstellung des Gipfelkreuzes am Predigtstuhl 2017 waren weitere Meilensteine in Waldhutters Ära.

Von Hüttenwart Helmut Eigenherr und Hobby-Modellbauer Alfred Spiegelsberger wurde Waldhutter mit einem Modell der Teisendorfer Hütte überrascht. Waldhutter und Manuela Aicher erhielten von Eckart als Dankeschön für 18 Jahre engagierten Einsatz eine Freifahrt mit der Zugspitzbahn. Michael Frumm-Mayer, Leiter der Ortsgruppe Waging, überreichte ihnen jeweils einen Kuchen in Form des Predigtstuhls mit der Seilbahn, den seine Frau gebacken hatte. »Das ist heute so überwältigend, da fehlen mir die Worte«, zeigte sich Waldhutter beeindruckt. Resi Maier, die als Hausmeisterin und Vereinsheimwirtin aufhört und auch langjährige Tourenführerin war, sowie der bisherige Naturschutzreferent Sepp Ramstötter bekamen von Eckart je ein Bergbuch. Eine neue Wirtin wird noch gesucht. vm