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Genehmigung unter Vorbehalt

3.7
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Traunstein – Grundsätzlich zugestimmt hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einer Nutzungsänderung an der Traunerstraße. Die Räume des derzeitigen Auktionshauses will der Surberger Schauspieler Maximilian Berger für ein neues Kulturprojekt im ehemaligen Vereinshaus nutzen (wir berichteten).


»Kulturelle Angebote wie dieses sind grundsätzlich begrüßenswert«, so Oberbürgermeister Christian Kegel. Allerdings könne man sich nicht über geltendes Recht hinwegsetzen. Das sahen auch die weiteren Mitglieder des Bauausschusses so. Sie gaben ihre Zustimmung zur Nutzungsänderung nur unter Vorbehalt. Der Antragsteller muss nun noch ein Lärmschutzgutachten erstellen lassen und zudem den Plan für die Stellplätze überarbeiten.

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Insgesamt bieten die beiden von der Nutzungsänderung betroffenen Räume Sitzplätze für 120 Besucher. Da laut Bernhard Glaßl vom Stadtbauamt für fünf Besucher im Schnitt ein Auto anfällt, werden 24 Stellplätze benötigt. Diese muss der Antragsteller auf seinem Grundstück oder einem weiteren in der Nähe nachweisen. Im dicht bebauten Gebiet an der Traun ist dies nur schwer möglich.

Die Bauausschussmitglieder wollten aber trotzdem baurechtlich keinen Präzedenzfall schaffen und sprachen sich gegen eine Abweichung von der Stellplatzsatzung aus. Nun gibt es allerdings die Möglichkeit, dass Berger für die fehlenden Parkplätze eine entsprechende Ablöse – 4600 Euro pro Stellplatz – an die Stadt zahlt. Wie viele Stellplätze fehlen, das wird laut Glaßl derzeit noch berechnet. Eine Rolle spielt dabei auch das neue Personal-Training-Center, das in den früheren Lagerräumen des Auktionshauses untergebracht ist und dessen Nutzungsänderung ebenfalls in der Sitzung genehmigt wurde. apo