weather-image
27°

"Genau zum Saisonhöhepunkt die Bestleistungen abgerufen"

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Sie zeigte sich bei der Junioren-WM in starker Verfassung: Stützpunkt-Athletin Nadine Herrmann. (Foto: DSV)

Gute Leistungen und insgesamt zwei Titel und zwei Silbermedaillen gab es für die deutschen Athleten bei der Nordischen Junioren- und U-23-Weltmeisterschaft in Goms und Kandersteg (Schweiz). Auch das heimische Langlauf-Trio aus dem Stützpunkt Ruhpolding überzeugte, blieb aber ohne Edelmetall.

Anzeige

Zudem gab es sogar noch einen weiteren Sieg, doch der wurde nicht mit Gold belohnt: Bei den Mädchen wurde ein Testwettkampf in der Nordischen Kombination ausgetragen, und hier gewann Jenny Nowak (SC Sohland) vor Anna Jäkle (SC Schonach/+ 47,3) sowie Anastasia Gontscharowa (Russland/+ 56,6).

Bei den männlichen Kombinierern gab es Silber: Nur Weltmeister Österreich landete vor dem deutschen Quartett mit Tim Kopp (SSC Klingenthal), Luis Lehnert (WSV Oberaudorf), Constantin Schnurr (SV Baiersbronn) und Julian Schmid (SC Oberstdorf).

In der Kombination (Normalschanze und 10-km-Lauf) kam der Tscheche Ondrej Pazout zum Sieg. Rang 16 ging an Tim Kopp vor Luis Lehnert. Im Sprint mit 5-km-Lauf lag der Slowene Vid Vrhovnik vorn. Mit nur 23,5 Sekunden Rückstand belegte der Sprungbeste, Luis Lehnert, den 7. Platz.

Besonders gut mit Gold und Silber lief es bei den Skispringern: Im Einzel wurde Constantin Schmid (WSV Oberaudorf) Zweiter (282,1 Punkte), nur Marius Lindvik (Norwegen/294,1) war noch besser. Im Team setzte sich Schmid gemeinsam mit Raimund Philipp (SC Oberstdorf), Justin Lisso (WSV Schmiedefeld) und Cedrik Weigel (SG Nickelhütte Aue) an die Spitze.

Im Team wurden die deutschen Skispringerinnen Vierte. Im Einzel war beim Sieg von Nika Kriznar (Slowenien) die Oberstdorferin Gianina Ernst als Sechste beste Deutsche.

Bei den Langläuferinnen sorgte die Staffel der Juniorinnen (4 x 3,3 km) für Goldglanz. Alexandra Danner (SC Lenggries), Celine Mayer (SC Oberstdorf), Lisa Lohmann (WSV Oberhof) und Anna-Maria Dietze (Pulsschlag AG Neuhausen) setzten sich um 8,6 Sekunden vor Russland durch.

Rang 14 gab es im Sprint der Juniorinnen für Alexandra Danner, es gewann die Schwedin Moa Lundgren. Über 5 km (KT) setzte sich Polina Nekrasowa (Russland) an die Spitze, Rang 21 erkämpfte Celine Mayer. Beim Skiathlon (5 km + 5 km) verwies Frida Karlsson (Schweden) die Konkurrenz auf die Plätze, Celine Mayer (14.) war beste Deutsche.

Bei den Junioren verfehlte Stützpunkt-Läufer Florian Knopf (SLV Bernau) mit Rang 37 unter gut 100 Teilnehmern im Sprint knapp die Finalläufe der besten 30. Über 10 km (KT) gab es für Knopf den 32. Rang. Sein Stützpunkt-Kollege Albert Kuchler (SpVgg Lam/16.) hatte 1:18,8 Minuten Rückstand auf Weltmeister Jon Rolf Skamo Hope (Norwegen). Bester Deutscher im Skiathlon (10 km + 10 km) war Friedrich Moch (WSV Isny), der als Fünfter 1:14,2 Minuten Rückstand auf Sieger Harald Östberg Amundsen (Norwegen) aufwies. Rang 17 gab es hier für Knopf, Rang 20 für Kuchler. »Vor allem bei Florian Knopf, der ja erst im ersten Junioren-Jahr ist, waren die Leistungen sehr erfreulich«, lobt Bernd Raupach, der leitende Stützpunkttrainer in Ruhpolding.

In der Staffel (4 x 5 km) hatte das deutsche Quartett Pech: Startläufer Philipp Unter stürzte und verlor wertvolle Zeit, doch »Albert Kuchler und Florian Knopf haben beide jeweils gute Leistungen gezeigt«, so Bernd Raupach. So blieb mit 35,8 Sekunden Rückstand auf Sieger Norwegen der 4. Platz, 6,2 Sekunden fehlten zu Bronze. Bei Knopf, so Raupach, sei er mit den WM-Leistungen »rundweg zufrieden«, Kuchler habe »alles aus sich herausgeholt, wenngleich wir hier sogar noch einen Tick mehr erhofft hatten.«

Dicht dran an einer Medaille war auch Pia Fink (SV Bremelau) als Vierte der U 23 über 10 km (KT). Nur 2,2 Sekunden fehlten zu Bronze. Gut hielt sich hier auch Nadine Herrmann (Bockauer SV/Stützpunkt Ruhpolding): Die 22-Jährige wurde beim Sieg von Jana Kirpischenko (Russland) Elfte. Im Skiathlon (7,5 + 7,5 km) hatte Pia Fink als Vierte 1:33,5 Minuten Rückstand auf Weltmeisterin Anastasia Sedowa, gut eine Minute fehlte diesmal zu Bronze. Auch Antonia Fräbel (WSV Asbach/6.) und Herrmann als 14. hielten gut mit.

Den Sprint (Skating) hatte Tiril Udnes Weng (Norwegen) gewonnen. Beste Deutsche war Antonia Fräbel als Sechste (A-Finale), während für Fink (7.) und Herrmann (10.) auch erst im Halbfinale Schluss war.

»Das war hervorragend. Nadine hat genau zum Saisonhöhepunkt ihre bisher besten Saisonleistungen abgeliefert«, ist der Stützpunkttrainer von seiner Sportlerin angetan, deren Schwester Denise (inzwischen beim Biathlon) er ja früher ebenfalls betreut hatte.

Den U-23-Sprint entschied Erik Valnes (Norwegen) zu seinen Gunsten, Marius Cebulla (SWV Goldlauter) wurde Zehnter. Stark präsentierte sich über 15 km (KT) Janosch Bruggger (WSG Schluchsee): Beim Sieg von Mattis Stenshagen (Norwegen) wurde er Siebter. Im Skiathlon (15 km + 15 km) setzte sich der Russe Dennnis Spitzow durch, Brugger kam auf den 19. Platz. who