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Gemeinsamer Wertstoffhof gewünscht

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Staudach-Egerndach. Einen mit Grassau und Marquartstein gemeinsam geführten Wertstoff begrüßte auch der Staudach-Egerndacher Gemeinderat einstimmig. Ohnehin platze der eigene Wertstoffhof aus allen Nähten, hieß es und auch personell gebe es immer wieder Engpässe.


Bürgermeister Hans Pertl informierte, dass die Gemeinde Grassau beabsichtige, seinen Wertstoffhof in Erlach aufzulösen und auf dem Gelände des derzeitigen Holzlagerplatzes am Kreisverkehr einen neuen Wertstoffhof einzurichten. Dieser soll privat betrieben werden und ein weit höheres Angebot umfassen als bislang möglich, fügte er hinzu. Neben Wertstoffen, die weiterhin kostenlos angeliefert werden können, werden hier auch Sperrmüll, elektrische Geräte, Holzabfälle und mehr gesammelt. Von Vorteil sei, dass der Wertstoffhof dann von montags bis samstags offen habe, was bedeutend bürgerfreundlicher sei.

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Die Gemeinden Marquartstein und Staudach-Egerndach könnten sich anschließen und gemeinsam den neuen Hof als Wertstoffsammelstelle nützen, betonte der Bürgermeister. »Wir in der Gemeinde sind froh, wenn wir keinen eigenen Wertstoffhof betreiben müssen«, fügte Pertl hinzu, da die Personaldecke dünn sei. Auch für die Bürger sah der Rathauschef keine Nachteile, schließlich fahren die Staudacher auch nach Grassau zum Einkaufen und folglich am neuen Wertstoffhof vorbei. Es gebe noch fünf oder sechs Leute, die ihre Wertstoffe mit dem Leiterwagerl bringen, informierte Pertl. Doch auch diese verfügen über ein Fahrzeug, ergänzte er. Marquartstein habe dem gemeinsamen Hof bereits zugestimmt.

Wie die Grüngutlagerung funktioniere, interessierte Evi Pöschl (FW). Laut Pertl könne auch das Grüngut wie bisher nach Erlach gebracht werden. Dieses werde voraussichtlich öfter weggefahren, damit es zu keiner Geruchsbelästigung kommt. Zudem befürchtete sie, dass sich trotz der langen Öffnungszeit die Stoßzeiten weiterhin auf Freitag und Samstag orientieren werden und es hier zu Verkehrsbehinderungen kommt. Pertl denkt aber, dass sich dies entzerre.

Auch gegen den Standort sprach sich Evi Pöschl aus, zumal hier der Eingang zu drei Ortschaften sei, zu Staudach-Egerndach, Grassau und Marquartstein. Wie dies baulich umgesetzt werde, konnte der Rathauschef nicht sagen. Er war sich aber sicher, dass ein Sichtschutz installiert werde.

Positiv sprach sich Peter Huber (FW) aus. Die Wertstoffhöfe seien alle auf dem Prüfstand und werden irgendwann aufgelöst. Man dürfe froh sein, wenn dann bereits ein dezentraler Wertstoffhof vorhanden ist, so Huber. Ria Pfeiffer hielt den Standort für bedenklich, da hier viele Busse halten. Sie fragte, ob die Gemeinde Pacht zahlen müsse. Laut Pertl werden die Wertstoffhöfe vom Landkreis finanziert. Auf die Gemeinden kommen keine Kosten zu und auch für die Bürger bleibe die Anlieferung wie bisher kostenlos. tb