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Gemeinsam für ein sauberes Traunreut

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Gleich mit drei Gruppen waren die Kinder des Gartenbauvereins Traunwalchen unterwegs und sammelten eifrig mit. (Foto: Mix)

Traunreut. Auch wenn der Winter heuer kein richtiger war, so hat sich in den letzten Monaten doch einiges an Müll an den Straßen und in den Wäldern im Stadtgebiet von Traunreut angesammelt. Um den Müll zu entfernen, gibt es seit mehreren Jahren die Aktion »Sauberes Traunreut – Ich bin dabei«, an der sich auch heuer wieder eine große Zahl an Freiwilligen beteiligte. Dabei stellten die Sammler fest, dass der herumliegende Müll in den letzten Jahren immer weniger geworden ist.


Die diesjährige Müllsammelaktion konnte bei schönstem Frühlingswetter durchgeführt werden. Heuer waren auffallend viele Kinder und Jugendliche beteiligt, für die die Aufräumaktion gleichzeitig eine wichtige Erfahrung darstellt.

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Unverständnis äußerte Claudio Beilhack vom Ordnungsamt darüber, dass viele der Dinge, die bei der jährlichen Aktion gefunden werden, ganz einfach und kostenfrei zu entsorgen wären: »Das muss man doch nicht wegwerfen.« Insgesamt kann aber auch er feststellen, dass der gesammelte Müll in den letzten Jahren weniger wurde. Die jährliche Aktion habe laut Beilhack offenbar doch auch einen gewissen Erziehungseffekt.

Dennoch gibt es noch immer besondere Schwerpunkte: So stellten etwa die Mitglieder des THW fest, dass an der Bundesstraße in St. Georgen ein Holzlagerplatz offenbar gerne genutzt wird, um dort Unrat abzulagern. Jede Menge volle Mülltüten waren hinter den Holzstapeln zu finden, die von der Straße aus nicht zu sehen waren. Vor allem viel Glas und Flaschen sowie Zigarettenschachteln fanden die FC-Mitglieder rund um ihr Gelände und am vorbeilaufenden Radweg. Sie appellieren daran, an den Radwegen vermehrt Mülleimer aufzustellen, damit nicht alles einfach nur weggeworfen werde. Besonders schlimm sehe es im kleinen Wald beim Friedhof und am ehemaligen OBAG-Gelände aus, stellte Brigitte Kaiser fest. Sie und ihre Mitstreiterin fanden sogar einen Staubsauger und eine Puppenstube, die einfach achtlos in den Wald geworfen wurden.

Die Schulen im Stadtgebiet hatten bereits am Donnerstag und Freitag fleißig gesammelt und am Samstag waren bei den einzelnen Vereinen auch wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche dabei. Gleich mit mehreren Gruppen waren die »Blattläuse« vom Gartenbauverein Traunwalchen vertreten. Ihnen fiel besonders auf, dass viele Hundebesitzer zwar brav die Hinterlassenschaft ihrer Hunde in Tüten verpacken, diese aber dann doch wieder einfach wegwerfen, obwohl die Plastiksäckchen nicht verrotten. Da inzwischen im ganzen Stadtgebiet verteilt 30 Hundetoiletten stehen, müsste das nun wirklich nicht sein.

Bürgermeister Franz Parzinger stattete den fleißigen Sammlern am Mittag einen Besuch ab und dankte ihnen für ihr großartiges Engagement. »Es stimmt mich optimistisch zu sehen, wie viele hier jedes Jahr mithelfen, um unsere Stadt sauber zu halten«, betonte er. Zur Brotzeit erhielten alle Teilnehmer Würstl, Semmeln und Getränke. Außerdem wurden Gutscheine verteilt. mix

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