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Gemeindeverbindungsstraße wird ausgebaut

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Die in die Jahre gekommene Gemeindeverbindungsstraße zwischen Grabenstätt und  der  Bergener Gemeindegrenze im Bereich von Kalsperg. Auf einer Länge von 3,5 Kilometern soll sie von September diesen Jahres bis September 2016 aufwändig ausgebaut werden. (Foto: Müller)

Grabenstätt – In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde noch einmal der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Grabenstätt nach Bergen behandelt. Monika Althammer und Hans Althammer vom Traunsteiner Ingenieurbüro SAK stellten den aktuellen Stand der Planung und die weitere Vorgehensweise vor. Anschließend beschloss das Gremium die Anerkennung der Planung und gab grünes Licht für die Ausschreibung der Gesamtmaßnahme.


Mit den Arbeiten an der 3,5 Kilometer langen Ausbaustrecke von Grabenstätt bis zur Bergener Gemeindegrenze soll bereits im September begonnen werden. Sollten sich keine Verzögerungen ergeben, werde noch in diesem Herbst der südliche Abschnitt zwischen Schneereut und der Gemeindegrenze Bergen erneuert, so Monika Althammer. In Teilbereichen, unter anderem zwischen den Weilern Buch und Fliegeneck, sei ein Vollausbau unumgänglich. Im übrigen Straßenverlauf erfolge eine Oberbauverstärkung im sogenannten Hocheinbau.

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Ab etwa Mitte Oktober beabsichtige man, die Fahrbahn im Bereich der Autobahnunterführung tiefer zu legen und bis auf die Tragschicht vor der Winterpause wieder herzustellen. »Eine erste Vollsperrung ist in diesem Bereich unabdingbar«, so Bürgermeister Georg Schützinger. Über die entsprechenden Umleitungsmöglichkeiten werde die Gemeinde zu gegebener Zeit informieren.

Auch die Zeitplanung für 2016 steht bereits. So soll im Frühjahr mit der Herstellung des Brückenbauwerks über den Bach Aitrach begonnen werden. Gleichzeitig sollten auch die Sicherungsmaßnahmen und der Ausbau des dort weiterführenden »Stoznberges« erfolgen, so Monika Althammer. Beide Maßnahmen wolle man bis Ende April 2016 abschließen. Der verbleibende nördliche Ausbaubereich von Grabenstätt über Kalsperg bis zur Autobahnunterführung werde dann als letzter Abschnitt erneuert. Wie bereits in einer früheren Gemeinderatssitzung vorgestellt, setzt man dort je nach Straßenbereich auf eine Oberbauverstärkung, einen Vollausbau oder ein Fräsrecycling-Verfahren. »Die Arbeiten für die gesamte Baumaßnahme sollen spätestens im September 2016 abgeschlossen sein«, so Althammer.

Was die Kosten für die Gesamtmaßnahme anbelange, seien 1,9 Millionen Euro sehr realistisch, so Hans Althammer. Als zuwendungsfähige Kosten wurden 1,66 Millionen ermittelt. Vom Freistaat Bayern werden Zuwendungen in Höhe von 885 000 Euro erwartet.

Eine der wesentlichen Verbesserungen im Rahmen der gesamten Ausbaumaßnahme werde die Erneuerung des Brückenbauwerks über die Aitrach darstellen, ließ Monika Althammer verlauten. Als Brückenquerschnitt sei eine Fahrbahnbreite von 4,50 Metern mit zusätzlichem Schrammbord vorgesehen. Als behördliche Auflage werde der Gemeinde die Anordnung einer entsprechenden Geschwindigkeitsbegrenzung aufgetragen.

Um die Durchfahrtshöhe an der Autobahnunterführung zu verbessern, sei laut Ingenieurbüro auch eine Fahrbahntieferlegung vorgesehen. Die Planung sehe eine Absenkung der Gradienten von zirka 35 Zentimetern, sodass die neue Durchfahrtshöhe 4,20 Meter betrage. Die Erneuerung dieses Straßenbereichs habe deshalb in einem Vollausbau zu erfolgen. Gleichzeitig könne dadurch auch der beschädigte Entwässerungskanal unterhalb der Unterführung erneuert werden, meinte Althammer. Bei einer Kamera-Befahrung sei festgestellt worden, dass die bestehenden Entwässerungseinrichtungen entlang der Ausbaustrecke etliche Schäden aufweisen. Entsprechende Erneuerungsmaßnahmen seien hier unumgänglich. Entwässerungseinrichtungen außerhalb des Fahrbahnbereichs, die augenscheinlich nicht der Straßenentwässerung dienen, belasse man hingegen im bisherigen Zustand, so Althammer.

Allseits positiv aufgenommen wurde indes der Vorschlag der Verwaltung, in die bereits eingeplante, straßenbegleitende Leerrohrtrasse nicht nur ein Leerrohr, sondern gleich zwei Leerrohre einzulegen. Dadurch werde unter anderem die Chance erhöht, eine mögliche Breitbanderschließung für die südlichen Ortsteile zu verwirklichen, so der gemeindliche Geschäftsleiter Peter Lex. Zudem könne man sich damit weitere Optionen offen halten. mmü