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Gemeinderat lehnte Traunreuter Projekt ab

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Waging am See. Neben vielen anderen Kommunen sprach sich auch der Marktgemeinderat aus Waging am See gegen eine Vergrößerung des BayWa-Marktes und einer Neuansiedelung des Kauflands in Traunreut aus. Die Räte befürchten negative Auswirkungen auf den Waginger Einzelhandel.


Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens wurden die umliegenden Gemeinden von der Regierung von Oberbayern um eine Stellungnahme zum Traunreuter Projekt gebeten. Wagings Bürgermeister Herbert Häusl erklärte den Räten daher zunächst die näheren Planungen.

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Die Gesamtverkaufsfläche für den Bau- und Gartenmarkt soll durch das Vorhaben um rund 1900 Quadratmeter auf 7820 vergrößert werden. Die Verkaufsfläche für den Verbrauchermarkt soll weitere 3000 Quadratmeter betragen.

Im dargestellten Einzugsbereich des geplanten Vorhabens wohnen laut Regierung rund 139 000 Einwohner. »Allein daraus kann die Schlussfolgerung gezogen werden, dass das geplante Vorhaben deutliche Auswirkungen auf die Einzelhandelsstruktur der umliegenden Gemeinden haben wird«, so Häusl.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung enthalte deshalb eine Ablehnung des Projekts, mit dem Hinweis auf den zu erwartenden Kaufkraftabfluss aus der Gemeinde.

Dritten Bürgermeister Christian Reiter ging diese Formulierung nicht weit genug. Mit seinem Vorschlag, den Beschluss dahin gehend zu ergänzen, dass das Vorhaben den Zielen der Raum- und Landesplanung widerspreche, zeigten sich auch die restlichen Mitglieder des Marktgemeinderates einverstanden.

Das Vorhaben in der benachbarten Stadtgemeinde wurde vom Gremium einstimmig abgelehnt. fr