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Gemeinderat ist für Mitgliedschaft

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Grassau. Mit einem einstimmigen Votum sprach sich der Marktgemeinderat für den Beitritt zur Euregio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein in der jüngsten Sitzung aus. Der Geschäftsführer Steffen Rubach erläuterte die Aufgabengebiete, Struktur und Arbeitsweise der Euregio.


Im vergangenen Jahr unternahm die Euregio eine Exkursion unter dem Motto »Bürgerschaftlichen Engagement« nach Grassau. Dabei, so erinnerte Bürgermeister Rudi Jantke, wurden soziale Einrichtungen der Gemeinde, wie die Familienstelle aber auch Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, wie der behindertengerechte Steg im Reifinger Badesee angesehen. Grassau sei bereits Mitglied in der Euregio Inntal-Rosenheim. Deren Arbeit richte sich jedoch mehr auf Belange im Rosenheimer-Kiefersfeldener Raum aus und habe nur wenige Auswirkungen auf den Achentaler Raum. Als Projekt der Euregio Inntal mit Auswirkungen auch für Grassau nannte Jantke den Jakobsweg. Den Beitrag der Euregio Inntal übernehme der Landkreis. Für die Mitgliedschaft in der Euregio Salzburg zahlt die Gemeinde 13 Cent je Einwohner, also rund 840 Euro jährlich.

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Die Euregio Salzburg wurde 1995 im Zuge des EU-Beitritts Österreichs gegründet. Es handle sich um einen freiwilligen und partnerschaftlichen Zusammenschluss von mittlerweile 97 Städten und Gemeinden aus dem Land Salzburg und den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein und umfasse rund 800 000 Einwohner auf einer Fläche von 10 000 Quadratkilometern. In dieser Region werden rund 32 Millionen Übernachtungen gezählt. Für Grassau dürfte zudem das Projekt des »Salz-Alpen Steigs« interessant sein, der als Premiumwanderweg ausgebaut werde, so Rubach.

Xaver Schreiner (SPD) wunderte, dass in der Euregio-Zusammenarbeit der Hochwasserschutz nie eine Rolle spiele. Dem sei nicht so, entkräftigte Rubach, da dieser Bereich von der Gruppe Katastrophenschutz behandelt werde. Auf die Frage, ob die Euregio im Bereich Wasserkraft aktiv werde, erklärte Rubach, dass dies in Teilbereichen geschehe. Energie sei durchaus ein Thema. So wurde ein »Klimaladen« entwickelt, der durch die Schulen wandert und den Schülern zeigt, wie sich ihr Konsum auf den Klimawandel auswirkt.

Einhellig sprach sich das Gremium für die Mitgliedschaft aus, wird aber zudem weiterhin Mitglied in der Euregio Inntal bleiben. tb