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Gemeinderat diskutierte zukünftige Ortsentwicklung

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Ruhpolding. Die Gemeinde Ruhpolding wurde im vergangenen Jahr in das Städtebauförderprogramm »Aktive Stadt- und Ortsteilzentren« überführt. Dieses Programm verfolgt das Ziel, den Kommunen Fördermittel zur Auswertung ihrer Ortszentren an die Hand zu geben. Grundlage und Fördervoraussetzung ist die Erarbeitung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK). Diese Thematik war Inhalt einer Klausurtagung des Gemeinderates in der Chiemgau-Arena.


Neben Bürgermeister Claus Pichler nahmen ein Großteil des Gemeinderates, einige Abteilungsleiter und Tourismusdirektor Markus Stuckmann an der Tagung teil. Zusammen mit den Planungsbüros für das ISEK wurden zahlreiche Handlungsschwerpunkte der zukünftigen Ortsentwicklung diskutiert. »Es ist wichtig, sich einmal die Zeit zu nehmen und abseits der alltäglichen kommunalpolitischen Arbeit grundlegend über die Zusammenhänge und Abhängigkeiten in der Ortsentwicklung nachzudenken«, so die Meinung von Rafael Stegen vom Büro Salm & Stegen. »Themen, wie Kurpark, Bahnhof, oberes Dorf oder eine Hotelansiedlung sind so wichtig und komplex, dass sie mit ausreichend Zeit diskutiert und abgewogen werden müssen«, ergänzte Stadtplaner Jochen Gronle vom Büro Plankreis.

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Oft waren die Planer im vergangenen Jahr in Ruhpolding, um in Gesprächen und bei Ortsbegehungen die Gemeinde kennenzulernen. Auch an Gemeinderatssitzungen habe man teilgenommen, um die Qualitäten, aber auch die Mängel zusammenzutragen und um Entwicklungsvorstellungen zu erarbeiten. Die Ergebnisse wurden dem Gemeinderat auf der Klausurtagung vorgestellt und diskutiert. Eine Bürgerinformation sei im weiteren Prozessverlauf vorgesehen. Wesentlich für einen erfolgreichen Ortsentwicklungsprozess sei eine tragfähige Organisationsstruktur, die sich nicht nur aus Politik und Verwaltung zusammensetzt, sondern vor allem auch Privatwirtschaft, Verbände, Vereine und Initiativen sowie Ruhpoldinger Bürger einbinden müsse. Standortaufwertung sei heutzutage eine gemeinsame Sache, war man sich einig.

Bürgermeister Claus Pichler fasste die Tagung abschließend zusammen: »Ich fand die Klausurtagung besonders wichtig, damit die alten und neuen Gemeinderäte auf denselben Wissensstand kommen. Mit dem ISEK sollen die Weichen für die Weiterentwicklung unseres Ortes in den nächsten Jahren gestellt werden.« Ein Entwurf des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts soll dem Gemeinderat dann im Herbst vorgestellt werden. hab