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Gemeinderat beschloss Projekte für 63 000 Euro

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Die Kletzei kamen bei der Gemeinderatssitzung ins Waginger Rathaus. Sie sangen für die Gemeinderäte und den Zweiten Bürgermeister, Christian Reiter (rechts), zwei Lieder. (Foto: H. Eder

Waging am See – Drei Beschlüsse hat der Waginger Gemeinderat gefasst, die einen Finanzaufwand von rund 63 000 Euro mit sich bringen. 32 000 Euro wurden bereitgestellt, um das Dach der neuen Turnhalle für den Aufbau einer Photovoltaikanlage vorzubereiten. Mit 18 000 Euro wird das geplante Heimatbuch bezuschusst und 13 000 Euro wurden für die Aufstellung von 21 Schildern und vier großen Übersichtsplänen, genehmigt.


Weitere 7000 Euro kosten die Umbaumaßnahmen in der Tourist-Info. Das hatte Zweiter Bürgermeister Christian Reiter im Rahmen seiner Entscheidungsbefugnisse bereits genehmigt und die Gemeinderatsmitglieder darüber nur noch informierte.

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Bautechniker Franz Fenninger stellte zwei Vorschläge für den Aufbau einer Photovoltaikanlage vor: entweder eine zusätzliche, acht Zentimeter dicke Dämmschicht für rund 17 000 Euro oder eine Hinterlüftung für rund 32 000 Euro. Durch den Aufbau der PV-Anlage könnte sich Kondenswasser bilden. Das soll durch die Maßnahmen vermieden werden.

Fenninger hatte auch Prognosen vorgelegt, die vom Ingenieurbüro Hopf ausgearbeitet worden waren. Demnach würde eine PV-Anlage auf der rund 2000 Quadratmeter großen Dachfläche eine Rendite von 5,9 Prozent und damit in 20 Jahren einen Gewinn von rund 54 000 Euro erbringen, die Investition von 17 000 Euro für die Dämmschicht bereits abgezogen. Wenn sich die Gemeinde für eine Hinterlüftung entscheiden würde, würde der Gewinn auf rund 39 000 Euro zurückgehen. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die teurere Lösung aus.

Kein Gesprächsbedarf ergab sich beim Zuschuss für das Heimatbuch. Die Layout-Kosten sollen laut Kämmerer Bernhard Kraus bei etwa 18 000 Euro liegen; diese Kosten wolle die Gemeinde übernehmen. Die restliche Finanzierung übernimmt ein Waginger Verleger.

Der scheidende Tourist-Info-Geschäftsführer Oswald Pehel stellte ein Beschilderungs-Konzept vor, das die Orientierung zwischen Bahnhof und See erleichtern soll – den Einheimischen ebenso wie den Gästen, mit besonderer Berücksichtigung der Fußgänger. Dazu ist die Aufstellung von 21 Ständern vorgesehen, die aus jeweils zwei Alu-Rundrohren in Edelstahl-Optik bestehen. In diese sollten die Hinweisschilder eingehängt werden. Ergänzt werden sie durch große Ortspläne am Bahnhof, am Rathaus, in der Tourist-Info und am Kurhaus. Etwa 13 000 Euro wird diese Maßnahme kosten; das sind die reinen Materialkosten. Die Ständer sollen vom Bauhof aufgestellt werden.

Die Umbaumaßnahmen in der Tourist-Info sehen nach Reiters Informationen wie folgt aus: Über einen Durchbruch wird der Spieleraum zu einem weiteren Büro umgenutzt, in dem zwei Leute arbeiten können, so Reiter. Im Gegenzug wird der Empfangsbereich als Frontoffice umgebaut, in dem alle Schreibtische zu den Kunden hin orientiert sind. Zusätzlich wird das Büro des künftigen Leiters der Tourist-Info mit neuen Möbeln ausgestattet. Diese Maßnahme sei, so Reiter, schon lange diskutiert und jetzt zusammen mit Oswald Pehel geplant worden.

Im Laufe der Sitzung mussten die Gemeinderäte dann auch privat in die Tasche greifen: Es kamen die Kletzei vorbei. Eine musikalische Truppe aus den Reihen des Trachtenvereins sang dem Gemeinderat zwei Lieder. Weil Reiter feststellen musste, dass keine Süßigkeiten vorbereitet waren, sollten die Kollegen ihre Geldbeutel zücken. Ausreden würden nicht gelten, meinte Reiter. Die Kletzei, deren Gesang von einem jungen Ziachspieler begleitet wurde, bedankten sich für die erhaltenen, großzügigen Spenden zum Schluss mit ihrem artigen Lied: »Für des, wos ma kriagt ham, bedank ma uns schee.« he