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Gemeinderat beschäftigte sich mit Bereich Gasteig

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Der südliche Teil  des Plangebiets im Bereich Gasteig  ist  durch den Mühlbach abgegrenzt. Dort werden elf neue Baugrundstücke ausgewiesen. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Mit der 27. Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Gasteig, wo elf neue Baugrundstücke ausgewiesen werden, befasste sich der Reit im Winkler Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Konkret ging es dabei um die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen im Rahmen der öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange. Bürgermeister Josef Heigenhauser teilte mit, dass im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens Gasteig derzeit noch die Straßenplanung erstellt werde. Das Ergebnis werde voraussichtlich geringfügige Änderungen des Bebauungsplans nach sich ziehen, die eine erneute Auslegung erfordern. Die Abwägung der Änderung des Flächennutzungsplans werde vorgezogen, da sich hier durch die öffentliche Auslegung und die Behördenbeteiligung keine Änderungen mehr ergeben würden.


An dem Verfahren war eine Reihe von Behörden und Trägern öffentlicher Belange beteiligt worden. Die Mehrzahl davon brachte keine Rückmeldungen beziehungsweise Einwände vor. Auf die Stellungnahmen des Wasserwirtschaftsamts Traunstein, der Re-gierung von Oberbayern und des Landratsamts Traunstein ging der Gemeinderat nun in seiner Sitzung ein.

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Das Wasserwirtschaftsamt hatte unter anderem darum gebeten, den Abstand der Bau-grenzen von der Böschungsoberkante des Mühlbachs südlich des Plangebiets auf mindestens 15 Meter festzulegen. Außerdem solle ein zehn Meter breiter Uferstreifen als öffentliche Fläche festgesetzt werden, der von den künftigen Baumaßnahmen und privaten Nutzungen unberührt bleibt. Der Gemeinderat schloss sich dem Vorschlag der Verwaltung an, nach einer Absprache mit dem Bayerischen Gemeindetag die bisherige Abwägung beizubehalten und keine Planänderung aufgrund der nochmaligen wasserrechtlichen Stellungnahme vorzunehmen.

Von der Regierung von Oberbayern als höhere Landesplanungsbehörde lag die Erklärung vor, dass der bauliche Bestand östlich und westlich der Blindauer Straße insgesamt als eine geeignete Siedlungseinheit angesehen werden könne. Den Belangen von Natur und Landschaft sei im Hinblick auf eine an die Umgebung angepasste Bauweise Rechnung zu tragen. Der Gemeinderat stellte fest, dass die Vorgaben der Regierung erfüllt seien.

Die Abteilung Untere Immissionsschutzbehörde des Landratsamts Traunstein hatte zur Ermittlung der möglichen Betroffenheit der geplanten Wohnnutzung eine schalltechnische Untersuchung und eine lufthygienische Stellungnahme eingeholt. Unstimmigkeiten bezüglich der Betriebszeiten und der Anzahl der Tiere auf dem angrenzenden Reitplatz seien durch den Auftraggeber zu überprüfen. Die Gemeinde stellte dazu fest, dass der Reitplatz durchschnittlich von zehn Pferden am Tag benutzt werde. Auf dem Hof Penzmühle, den das Landratsamt ebenfalls in seine Untersuchung einbezogen hatte, würden derzeit acht Ponys gehalten. Sowohl in lufthygienischer als auch in schalltechnischer Hinsicht seien die zulässigen Immissionsrichtwerte eingehalten.

Der Gemeinderat sah hier wie schon in den beiden bereits erwähnten Stellungnahmen jeweils einstimmig eine Planänderung nicht veranlasst und stellte somit die 27. Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Gasteig einstimmig fest. sh

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