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Gemeinderat ändert Bebauungsplan Rothanschöring

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Kirchanschöring – Schon im Januar 2013 hatte der Gemeinderat beschlossen, für einen Teil von Rothanschöring einen Bebauungsplan aufzustellen, dessen Geltungsbereich sich über den nördlichen Teil der Weingartenstraße rund um den Bogen von »Im Weingarten« erstreckt. Die Gemeinde will darin unter anderem ein Wohnhaus mit vier Wohnungen in einem landwirtschaftlichen Gebäude zulassen, das umgenutzt werden soll.


Mit den eingearbeiteten Stellungnahmen von Bürgern und Behörden setzte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auseinander. Im nächsten Schritt passiert nun die förmliche Bürger- und die zweite Behördenbeteiligung. Bei einem Grundstück ließ die Gemeinde die überbaubare Fläche neu gestalten. Die Größe der Sichtdreiecke reduzierte man und passte sie an die Geschwindigkeit an, mit der die Autos dort voraussichtlich fahren werden. Durch das Berücksichtigen der Rechts-vor-Links-Situation sind zwei weitere Sichtdreiecke hinzugekommen.

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Höhenlage der Gebäude wird angegeben

Bei einigen Bauplätzen modifizierte die Gemeinde das Maß der baulichen Nutzung und die Bauweise. Sie berücksichtigte auch die Anregung der Unteren Bauaufsichtsbehörde, die Definition der Höhenlage nachzubessern. Auf den unbebauten Grundstücken werden sowohl die Höhenlage der Gebäude angegeben als auch Wandhöhen vorgeschrieben.

Die Ansicht einiger Nachbarn, dass es zu einer erhöhten Lärmbelästigung durch zunehmenden Straßenverkehr kommen könnte, nahm das Gremium zur Kenntnis, kam aber zu dem Ergebnis, die Planung nicht zu ändern. Die Gemeinderäte nahmen auch Notiz davon, dass das Gebäude nicht zur Umgebung mit seinen denkmalgeschützten Häusern passe. Sie machten deutlich, dass in Rothanschöring die Zahl der zulässigen Wohnungen bislang nicht geregelt ist.

Mit der Festsetzung von vier Wohnungen werde der Größe des Gebäudes Rechnung getragen und eine zu große Verdichtung vermieden. »Bei Bauprojekten an Denkmälern oder in deren Nähe muss das Vorgehen im Einzelfall mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden«, so Bürgermeister Hans-Jörg Birner.

Das Landesamt für Denkmalpflege hatte darauf hingewiesen, dass sich sowohl im Plangebiet als auch in der unmittelbaren Umgebung Baudenkmäler befinden. Da sich die Behörde am Verfahren beteiligen muss, empfahl sie einen Besichtigungstermin. Die Denkmäler werden im neuen Planentwurf gekennzeichnet, der auch einen Hinweis auf das Verfahren enthält. Der Ortstermin wurde vom Gemeinderat hingegen als nicht erforderlich eingestuft, da eben jedes Vorhaben ohnehin einzeln zu beurteilen sei.

Baufenster wird flexibler gestaltet

Um die flexiblere Gestaltung des Baufensters bat der Eigentümer eines Grundstücks. Dem wurde entsprochen. Zudem entfällt jetzt die Darstellung des als erhaltenswert eingestuften Baums in der Planung, da er nicht innerhalb des Geltungsbereichs des neuen Bebauungsplans steht. Neu aufgenommen wurden auch Bestimmungen zur Regelung der Zufahrt und zur Sicherung der Erschließung. Beides ist nur über Privatgrundstücke möglich.

Konflikte mit landwirtschaftlichen Betrieben erwarte man nicht, hieß es weiter. Durch den Bebauungsplan rücke nämlich kein Gebäude näher an einen Hof heran. Auf einem Grundstück befinde sich kein aktiv landwirtschaftlich tätiger Betrieb mehr. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde deutlich, dass die Planung mit der Unteren Bauaufsichtsbehörde sowie der Naturschutz- und Immissionsschutzbehörde abgestimmt worden ist. Dies wurde auch per Gemeinderatsbeschluss festgehalten.

Das Wasserwirtschaftsamt hatte unter anderem darauf aufmerksam gemacht, dass die Gemeinde eigenverantwortlich ermitteln müsse, ob vom Fuchsbach die Gefahr einer Überschwemmung ausgeht. Wie Birner betonte, läuft derzeit eine Planung zum Hochwasserschutz, bei der auch der Geltungsbereich berücksichtigt wird.

Abschließend billigte der Gemeinderat den Entwurf des Bebauungsplans Rothanschöring einstimmig mit der Vorgabe, dass Quergiebel auch bei Dachneigungen unter 25 Grad aus der Traufe entwickelt werden müssen. ca

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