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Gemeindekindergarten in Erlstätt wird erweitert

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Hier an der Westseite des Gemeindekindergartens »Mäusebande« in Erlstätt soll bis zum kommenden Kindergartenjahr ein Erweiterungsbau mit einem weiteren Gruppenraum und zusätzlichen Räumlichkeiten angefügt werden. (Foto: Müller)

Grabenstätt – Der Grabenstätter Gemeinderat hat geschlossen die Entwurfsplanung für die Erweiterung der gemeindlichen Kindertageseinrichtung »Mäusebande« in Erlstätt anerkannt. Ingenieur und Architekt Michael Mayer vom beauftragten Planungsbüro Strasser hatte sie zuvor im Gremium vorgestellt.


Es handelt sich dabei um einen in Ost/West ausgerichteten Baukörper, der mit einem fünf Meter langen Gang an das östlich gelegene Hauptgebäude angebunden ist. Darin vorgesehen sind ein Gruppenraum, ein Intensivraum, ein Ruheraum und ein Sanitärraum sowie weitere Räume für die Einnahme des Mittagessens, ein Personalaufenthaltsraum für die zwölf Beschäftigten, ein zusätzliches Personal-WC, ein Büro- und ein Besprechungsraum.

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Die dabei entstehende Neubau-Bruttogrundfläche von 332 Quadratmetern ist um knapp 60 Quadratmeter kleiner als jene der Anbau-Variante II (390 Quadratmeter), die bei einem ähnlichen Raumkonzept eine Nord-Süd-Ausrichtung und einen etwa doppelt so langen Verbindungsgang zum Bestandsgebäude aufgewiesen hätte. Wie Mayer erläuterte, seien im Rahmen der Erweiterung auch Umbaumaßnahmen im bestehenden Kindergarten angedacht. »Um das Foyer großzügiger zu gestalten, planen wir den Windfang nach außen zu verlegen und einen Teil des Büros zurückzubauen«, betonte Mayer. Nach der im vergangenen Juli erfolgten Bedarfsanerkennung für eine weitere Gruppe ab dem Kindergartenjahr 2018/19 hatten sich die Räte Mitte September für die erste und kostengünstigere der beiden vorgestellten Planvarianten entschieden. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Entwurfsplanung auf 1 057 324,87 Euro brutto.

Die im Vergleich zur Kostenschätzung vom 30. August prognostizierten Mehrkosten von rund 68 000 Euro seien zwar nicht erfreulich, doch handle es sich um eine optimale Möglichkeit, den Kindergarten zu erweitern und eine »sinnvolle Entwicklung für die Zukunft«, so Bürgermeister Georg Schützinger vor der Beschlussfassung. Man müsse jetzt schauen, dass es schnell vorangehe, um den Anbau zum neuen Kindergartenjahr beziehen zu können. Er finde das Raumkonzept »sehr gelungen«, habe aber »überhaupt kein Verständnis für die Kostenentwicklung« und tue sich deshalb schwer damit, dem zuzustimmen, so Dritter Bürgermeister Maximilian Wimmer (CSU). Die um fünf Prozent gestiegenen Baukosten und die um 17 000 Euro angewachsenen Baunebenkosten seien nicht nachvollziehbar und den Bürgern nur schwer zu vermitteln.

Von einer »gelungenen Gestaltung« sprach auch Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe) und lobte, dass sein Vorschlag, an der Westseite des benachbarten Feuerwehrgebäudes zusätzliche Parkplätze zu schaffen, in die Planung mit aufgenommen worden sei. Über die Kiesparkplätze und den Fußweg könnte aber viel Dreck in den Kindergarten gelangen, mahnte Andreas Danzer (FW) an. Die zusätzlichen Parkplätze würden hauptsächlich vom Personal und nicht von den Eltern genutzt, gab der Vorsitzende zu bedenken.

Auf Rudi Aigners (CSU) Frage, ob es Zuschüsse gebe, meinte Schützinger, dass man mit 60 Prozent Zuschüssen über das Sonderförderprogramm des Freistaats rechne. Dies sei angesichts der »sehr guten Finanzkraft der Gemeinde« realistisch, merkte der gemeindliche Kämmerer Peter Drechsler an. mmü

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