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Gemeindekindergarten Erlstätt wird wieder erweitert

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Hier an der Westseite des Gemeindekindergartens »Mäusebande« in Erlstätt soll ein Erweiterungsbau mit einem weiteren Gruppenraum und zusätzlichen Räumen angefügt werden. Er wird mit einem Gang zum Bestandsgebäude verbunden. Im Kindergartenjahr 2018/2019 soll dort bereits eine Kindergartengruppe untergebracht werden. Bis dahin gibt es einen mobilen Gruppenraum. (Foto: Müller)

Grabenstätt – Zwei Entwürfe für den Anbau des Kindergartens »Mäusebande« in Erlstätt stellte der Architekt Michael Mayer von der Planungsgruppe Strasser im Gemeinderat vor.


Nachdem der Gemeinderat vor der Sommerpause den Bedarf einer weiteren Gruppe im Kindergarten »Mäusebande« in Erlstätt ab dem Kindergartenjahr 2018/2019 anerkannt hatte, stellte Architekt Michael Mayer von der Planungsgruppe Strasser den Räten in der jüngsten Sitzung zwei Entwürfe für den Anbau vor. Beide würden sich an die Westseite des Kindergartens anschließen und dessen nördliche Kante verlängern. Dazwischen ist eine unterschiedlich breite Freifläche.

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Variante eins ist in Ost-West-Richtung ausgerichtet, mit einem fünf Meter langen Gang zum Hauptgebäude. Der Entwurf sieht neben Gruppen-, Intensiv-, Ruhe- und Sanitärraum auch weitere Räume für das Mittagessen, einen Aufenthaltsraum für die zwölf Beschäftigten, ein Personal-WC, einen Büro- und einen Besprechungsraum vor.

Die Bruttogrundfläche von 332 Quadratmetern wäre um knapp 60 Quadratmeter kleiner als bei der zweiten Variante in Nord-Süd-Ausrichtung. Das Raumkonzept wäre das gleiche, allerdings wäre der Verbindungsgang doppelt so lang. Wie Mayer erläuterte, seien im Rahmen der Erweiterung auch Umbauten im Kindergarten angedacht. »Um das Foyer großzügiger zu gestalten, würden wir den Windfang nach außen verlegen und einen Teil des Büros zurückbauen«, so Mayer.

Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe) sprach sich als erster für die Variante I aus – wegen der »kürzeren Wege« und des »größeren Gartens«. Im Zuge der Erweiterung und Unterbringung von zusätzlichen 25 Kindern müsse man schauen, ob die Parkplätze zur mittäglichen Abholzeit reichen, so Wirnshofer. »Wir werden das beobachten«, so Bürgermeister Georg Schützinger. Bei Bedarf könnte man auf dem Grundstück weitere Parkplätze schaffen.

»Uns gefällt die Variante I auch besser«, betonte Kindergartenleiterin Petra Körner und verwies darauf, dass der Weg von der Küche zum Speiseraum kürzer sei, der Innenhof auch anderweitig genutzt werden könnte und die Freiflächen besser einsehbar wären. Zudem freue sie sich über einen weiteren Schlaf- und Ruheraum. Maximilian Wimmer (CSU) fragte, ob die drei Gebäude – an der Ostseite ist seit 2014 eine Krippe – nicht die Kommunikation im Team erschweren. Körner verwies hier auf besondere pädagogische Konzepte, die man anwende.

Auf die Frage von Anita Kohlbeck (SPD) nach Zuschüssen meinte Kämmerer Peter Drechsler, dass es maximal 85 Prozent gebe – 50 Prozent aus dem Finanzausgleich und bis zu 35 Prozent aus Sonderprogrammen. »Ich rechne mit 60 Prozent«, sagte Drechsler angesichts der soliden Finanzlage der Gemeinde.

So beschloss der Gemeinderat einstimmig die Variante I für rund 989 000 Euro– Variante II hätte 1 119 000 Euro gekostet. Im laufenden Kindergartenjahr wird die Übergangsgruppe noch in einem mobilen Gruppenraum zwischen Kindergarten und Feuerwehr untergebracht. Laut Schützinger werde dieser in der nächsten Woche aufgestellt. mmü