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Gemeindebus Teisendorf nimmt Fahrt auf

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Teisendorf – Bald kann der Gemeindebus Teisendorf seine Fahrt aufnehmen. Die Genehmigungen sind laut Bürgermeister Thomas Gasser erteilt, die Finanzierungszusage sei da, die Gemeinde warte nur noch auf die Konzessionszusage der Regierung. Diese erhalte das Rathaus wahrscheinlich Ende Januar. In der Zwischenzeit wurde in Kooperation mit dem von der Gemeinde beauftragten Freilassinger Busunternehmen Hogger eine Infobroschüre entwickelt.


Wie Gasser im Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss der Gemeinde erläuterte, wird der Bus in der Broschüre durch Verwendung des Gemeindewappens und rote Balken oben und unten auf den Seiten als Gemeinde-Institution kenntlich gemacht. Es handle sich um eine neue Art von Öffentlichem Personen-Nahverkehr (ÖPNV), die an keine Linie gebunden sei. Der Busfahrer stelle die Route je nach Anfragen individuell zusammen.

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Dadurch gebe es keine Überschneidung mit dem Linienverkehr. Der Unterschied zum Taxi sei, dass der Fahrgast die Fahrtroute nicht bestimmen kann. Zeitliche Fixpunkte wie ein zu erreichender Anschlusszug würden natürlich eingehalten.

Das Prinzip ist einfach: Auf Wunsch holt der Gemeindebus den Fahrgast an der nächstgelegenen Einstiegsmöglichkeit ab und bringt ihn zum gewünschten Ziel. Start und Ziel müssen innerhalb des Gemeindegebiets liegen. Unter Telefon 08666/92 88 53 kann man von Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr Fahrten anmelden, spätestens jedoch 45 Minuten vor Fahrtantritt. Zwischen 6 und 18 Uhr werden reservierte Fahrten unternommen.

Auf Anfrage von Anita Niederstraßer (FWG) erklärte Gasser, Abholstelle sei normalerweise die Bushaltestelle, die am dichtesten am Wohnort des Passagiers liege. Bei Schwerbehinderten, die öfter Fahrten benötigen, lasse sich eine eigene Haltestelle an der Wohnung einrichten. Zu den Bushaltestellen zählten auch die Schulbushaltestellen – diese gebe es in fast jedem Weiler.

Niederstraßer bedauerte, dass die Abholung nicht generell an der Wohnung möglich sei. Sie gab zu bedenken, dass Orte wie Freidling oder Englham keine Bushaltestellen haben. Dort eigene Weiler-Haltepunkte zu bestimmen, sei laut Gasser kein Problem. Man müsse sich nur generell an einem Haltestellennetz orientieren, um sich vom Taxi abzugrenzen. Niederstraßer, auch Jugendreferentin der Gemeinde, bat darum, auch die von ihr angeregte Fahrpreisermäßigung für schulpflichtige Jugendliche noch umzusetzen.

Vizebürgermeister Norbert Schader (FWG) fragte, ob die Haltestellen gekennzeichnet sein müssen. Dies ist laut Gasser nicht erforderlich, da anstelle eines großen Busses nur ein Achtsitzer eingesetzt werde. Die technischen Voraussetzungen, die Telefonzentrale und der Bus mit Routenplaner seien bereits vorhanden. Die Mitnahme von Kinderwagen, Gehhilfen oder Rollstühlen sei problemlos möglich. vm