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Gemeinde Vachendorf nimmt Asylbewerber auf

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Vachendorf – Die Gemeinde Vachendorf wird demnächst Asylbewerber aufnehmen können. In der Gemeinderatssitzung gab Bürgermeister Rainer Schroll bekannt, dass die Gemeinde zwei frei gewordene Gemeindewohnungen zur Verfügung stellen werde.


Der Auftrag für den Einbau einer Heizung sei bereits vergeben, sagte er. Demnächst finde ein Ortstermin mit dem Landratsamt statt, bis zum Januar könnten die Wohnungen fertig werden. Pro Wohnung könne die Gemeinde bis zu zehn Asylbewerber unterbringen. »Vielleicht ergibt sich dadurch der Effekt, dass sich weitere Gemeindebürger leichter tun, ihrerseits Wohnraum zur Verfügung zu stellen«, hoffte der Bürgermeister.

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Weiter befasste sich der Gemeinderat mit der Anfrage eines Hausbesitzers zur Errichtung eines Zauns. Der Bürgermeister führte aus, dass der Erbe des Hauses, das im Außenbereich liege, den Zaun bereits um das Haus gezogen habe. Er habe erklärt, nicht gewusst zu haben, dass dazu eine Baugenehmigung notwendig sei. Nun frage er an, ob sich die Gemeinde vorstellen könne, dass er den Zaun errichte. Entscheiden werde letztlich das Landratsamt, sagte Schroll.

Auf die Frage, wie der Zaun ausschaue, sagte Schroll, dass es sich um einen Bretterzaun handle. Agnes Göhle erklärte, sie sei generell ein Zaungegner, weil ein Zaun nicht schön ausschaue. Sie war dann auch die Einzige, die gegen das gemeindliche Einvernehmen stimmte.

Licht für die Bushaltestelle in Humhausen

Die Bushaltestelle in Humhausen soll eine Beleuchtungseinrichtung bekommen. Die Strahler sind bereits vorhanden. Nun ging es um die Kosten für die Montage der Strahler sowie für die Beschaffung von Bewegungsmelder und Zeitschaltuhr einschließlich Installation; alles zusammen kostet etwas mehr als 900 Euro. »Die Stromkosten übernimmt der Wirt«, so Schroll.

Zweiter Bürgermeister Herbert Bischof wollte wissen, was denn sei, wenn der Wirt aufhöre. Dieses kleine Risiko müsse die Gemeinde auf sich nehmen, meinte der Bürgermeister, aber die Sicherheit der Kinder gehe vor. Das sahen die Gemeinderäte genauso und waren einstimmig für den Antrag.

Ferner lag ein Antrag des Katholischen Kreisbildungswerks auf einen Zuschuss zur Erwachsenenbildung vor. Bürger aus Vachendorf hätten im vergangenen Jahr rund 3500 Stunden in Anspruch genommen, sagte Schroll. Der Frage sei, ob man den seit 2009 bewilligten Betrag von 250 Euro beibehalten oder erhöhen solle. Marlies Kruse stellte den Antrag, 300 Euro zu bewilligen. Dem folgten die Gemeinderäte ohne Gegenstimme.

Die Freiwillige Feuerwehr Vachendorf hat die Anschaffung einer Wärmebildkamera beantragt. Josef Huber erklärte dazu, die Feuerwehr habe ein Vorführmodell an der Hand. Als Grund für den Antrag nannte er die Tatsache, dass die Förderung von 2750 Euro für Wärmebildkameras demnächst auslaufe. Eine Wärmebildkamera gehöre inzwischen zur Ausbildung bei der Feuerwehr und erhöhe die Sicherheit bei Bränden. »Das ist Stand der Technik«, sagte er. Wärmebildkameras seien wichtig beispielsweise bei der Personensuche, beim Auffinden von Glutnestern oder dem Feststellen von Feuer hinter geschlossenen Türen.

Wärmebildkamera für die Vachendorfer Feuerwehr

Der Vachendorfer Feuerwehr liege ein Angebot von rund 6700 Euro brutto vor. Die Wehr habe bisher immer nur Sachen beantragt, die sinnvoll seien, meinte der Bürgermeister. Sie sei stets bemüht, sich in neue Techniken einzuarbeiten. Bischof erklärte, die Beschaffungskosten würden ohnehin erst im nächsten Haushalt anfallen. Das Gremium beschloss daraufhin einstimmig die Anschaffung der Wärmebildkamera.

In seinem Rückblick sprach der Bürgermeister von einem ereignisreichen Jahr. Als Beispiele nannte er die Renovierung des Schwimmbads, die Erneuerung der Pumpstation in Mühlen, die Einrichtung der Mittagsbetreuung und der Abschluss des Radwegs nach Siegsdorf. »Und das alles auf einer guten finanziellen Basis«, unterstrich er. Beim Schuldenranking des Landkreises stehe Vachendorf als die am besten gestellte Gemeinde auf dem ersten Platz. »Obwohl wir viel gemacht haben, stehen wir finanziell sehr gut da.« Sein Dank galt daher dem Gemeinderat, denn nur gemeinsam könne man etwas erreichen. Schroll bat daher um weiterhin konstruktive Mitarbeit. Bjr

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