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Gemeinde Unterwössen unterstützt Projekt

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Unterwössen – Die Gemeinde Unterwössen tritt dem Projekt »E-Mobil im Achental und Umgebung« bei. Dazu stellt sie an Haushaltsmitteln für die beiden kommenden Jahre insgesamt 12 000 Euro bereit. Bauamtsleiter Hans Thullner ist Beauftragter für die Abstimmungstreffen innerhalb des Projektes. Das wurde in der Gemeinderatssitzung bekannt gegeben.


In enger Zusammenarbeit möchten die neun Achentalgemeinden und acht Gemeinden aus der Region, vorwiegend aus dem Bereich Rosenheim, die Elektromobilität im ländlichen Raum voranbringen. Das sagte Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer des Ökomodells Achental. Verschiedene Gemeinden, unter anderem Schleching und Übersee, sind dem Modell bereits beigetreten.

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Letztendlich soll in drei Abschnitten ein dichtes Netz an Aufladestationen für Elektroautos und Fahrräder entstehen.

Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) verspricht sich in seiner Einführung in das Thema ein Alleinstellungsmerkmal der Region. »Wir laden Sie auf« heißt der Slogan, mit dem der Landkreis Traunstein zur Vermarktung der Aufladestationen wirbt. Das Projekt hat derzeit eine Laufzeit bis in den Juni 2016.

Im ersten Schritt soll die Infrastruktur eines Netzes von Ladestationen geschaffen werden. Im zweiten sollen dann Nutzungskonzepte für das Netz entstehen. Das Modell will die interkommunale Zusammenarbeit in der Region verbessern, den Nutzern von Mobilität mehr Sicherheit geben und Erfahrungen und Know-how in dieser Zukunftstechnologie gewinnen. Es wird vom Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern unterstützt. Für die Maßnahmen gibt es Fördergelder in unterschiedlicher Höhe, unter anderem ausgehandelt mit dem Landwirtschaftsministerium. Wolfgang Wimmer rief im Gemeinderat zur Unterstützung auf. Ein einheitliches Vorgehen sei wichtig.

Auf Nachfrage von Sandra Sonntag (FDP) erklärte Wimmer, dass es sich um ein Anschubprojekt handele. Für die Zeit nach Juni 2016 sei noch nichts Weiteres geplant. Insgesamt sei die Verbreitung der Elektromobilität ein langwieriger Prozess. Der müsse jedoch jetzt angepackt werden, »damit sich in der Zukunft daraus etwas entwickelt«, sagte Wimmer. »Wir sind also Geburtshelfer, und hoffen, dass andere auf diesen Zug aufspringen?«, fragte Sonntag. »Ja, wir wollen die Anreize schaffen. Wenn die Nachfrage dann da ist, werden andere auf den Zug aufspringen, antwortete Wimmer. Das sah Anton Aberger (CSU) ähnlich. Er sah eine Chance fürs Gastgewerbe, denn immerhin müssten sich die Leute während der Ladezeiten im Ort aufhalten. Auf Nachfrage von Thomas Ager (CSU) bestätigte Wimmer, dass das Angebot der Ladestationen derzeit kostenlos sei. Auch wenn diese bereits die Grundvoraussetzungen für ein Abrechnungssystem mitbrächten, wäre zurzeit die Nachfrage noch gering. Ein Abrechnungssystem würde sich derzeit nicht rechnen. Andreas Voit (OWG) fragte, ob für die Gemeinde Unterwössen auch zwei Ladestationen denkbar wären – eine in Unterwössen und eine in Oberwössen. Wimmer betonte, dass das durchaus machbar sei.

Barthl Irlinger (OWG) sprach sich dafür aus, sich dieser Neuerung nicht zu verschließen. Der Beschluss, dem Projekt beizutreten, erfolgte einstimmig. lukk