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Gemeinde übernimmt Defizit

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Vachendorf. Ohne Gegenstimme stimmte der Gemeinderat Vachendorf dem Antrag der Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt zu, das Defizit für das Kindergartenjahr 2011/12 zu übernehmen. Der Fehlbetrag lag nach den Worten der Vertreterin des Kindergartenträgers, Marianne Diener, bei etwas mehr als 3000 Euro.


Das Defizit sei so gering ausgefallen, weil man krankheitsbedingte Ausfälle ohne Neueinstellungen ausgleichen konnte, so Diener. Wegen der im vergangenen Jahr eröffneten Kinderkrippe prognostizierte sie jedoch für das Kindergartenjahr 2012/13 ein schlechteres Ergebnis. »Wir haben noch keine Haushaltsplanung, weil uns die entsprechenden Erfahrungswerte mit der Kinderkrippe fehlen«, sagte Diener.

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Walter Ponath meinte, die Personalkosten müssten doch feststehen. Dem entgegnete sie, dass aber noch etliche Sachen hinzukommen würden, welche die Kindertagesstätte benötige.

Im weiteren Verlauf ging es darum, ob das zweite Kindergartenkind einer Familie von den Kindergartengebühren befreit werden soll. Agnes Göhle verwies auf die Möglichkeit, für sozial schwache Familien beim Landratsamt einen Antrag auf Unterstützung stellen zu können. »Ich sehe das Defizit, das auf uns zukommt. Wir müssen die laufenden Kosten in den Griff bekommen«, erklärte sie.

Zweiter Bürgermeister Herbert Bischof warnte vor einer möglichen Ungleichbehandlung, weil die Förderung nur ein paar Familien betreffe. Alois Hartl verwies auf den Grundgedanken, die Familien zu stärken. »Wenn wir anfangen, bei den Kindern zu sparen, dann ist das das Letzte«, lautete seine Kritik. Auf die Förderung durch den Freistaat im Vorschuljahr machte Ponath aufmerksam. Marlies Kruse schlug vor, dass Familien die Möglichkeit erhalten sollten, am Ende des Kindergartenjahres einen Antrag auf Gebührenbefreiung für ein Kind zu stellen, wenn sie Vollzahler für zwei Kindergartenkinder waren. Dieser Antrag wurde einstimmig beschlossen.

Beraten wurde ebenfalls, ob die Nachmittagsgruppe/Spielgruppe fortgeführt werden soll. Die Kindergartenleiterin Veronika Bauer wies auf die hohe Auslastung des Kindergartens hin. »Wir erhöhen diesen Druck noch, wenn wir die Nachmittagsgruppe nicht haben«, warnte daher Bürgermeister Rainer Schroll. Hartl wollte wissen, ob sich die Lage künftig entschärfen würde. Dies könne man doch anhand der Geburtenzahlen feststellen. Worauf Bauer meinte, dass man nicht allein nach diesen Zahlen gehen könne. »Wir haben auch Zuzug junger Familien durch unsere Baugebiete«, gab sie zu bedenken. Die Gemeinderäte waren deshalb alle dafür, die Nachmittagsgruppe/Spielgruppe beizubehalten. Bjr