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Gemeinde Schleching will in einigen Jahren schuldenfrei sein

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Schleching. In der sehr gut besuchten Bürgerversammlung im Gasthof zur Post ließ Bürgermeister Josef Loferer das Jahr 2012 Revue passieren und berichtete anschaulich, was sich in der Gemeinde zugetragen hat, welche Maßnahmen ergriffen wurden, was es für Pläne gibt und wie die finanzielle Situation aussieht. Zu den gemeindlichen Finanzen formulierte Loferer das Ziel, in den nächsten vier bis sechs Jahren schuldenfrei zu sein.


Unterstützt wurde er bei der Berichterstattung unter anderem von Dr. Jan Bodo Sperling, der über den Stand des Projektes Dorfladen mit aktuell gezeichneten Anteilen von 55 900 Euro informierte. Mit den Käufern der Immobilie des jetzigen Dorfladens der Geschwister Weiß habe man noch nicht verhandelt.

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Loferer berichtete, dass die Aufgaben des Standesamtes Schleching ab Januar 2013 von der Nachbargemeinde Unterwössen übernommen werden Trauungen können aber auch künftig in Schleching vorgenommen werden. Er informierte über den Kindergarten in Schleching mit 35 Kindern in zwei Gruppen. Die Leiterin Rebecca Mühlburger wird von drei Erzieherinnen und einer Kinderpflegerin unterstützt.

In diesem Jahr wurde ein neuer Zaun für den Kindergarten für 9000 Euro gebaut. Für die Schule wurde eine neue Fluchttreppe für knapp 30 000 Euro gebaut. Die Sanierung des Sanitärbereichs und das Buswartehäuschen sind für 2013 vorgesehen. 33 Schüler in zwei Klassen werden von Bärbel Schmalfuß und drei weiteren Lehrkräften sowie zwei Lehrkräften für das Fach Religion unterrichtet.

Loferer lobte die ehrenamtliche Tätigkeit vieler Menschen in Schleching, die die Gemeinschaft stärken; so zum Beispiel die Arbeit von Muck Bauer jun., der als Jugendbeauftragter alles »gut im Griff hat«. Auch die Behindertenbeauftragte Hildegard Wetter sei mit ihren Hinweisen sehr hilfreich. Bettina Meier als Familienbeauftragte und Herbert Häger als Seniorenbeauftragter würden sehr engagiert arbeiten und seien ein wichtiges Bindeglied.

Aus der Gemeindebücherei wurde berichtet, dass es in diesem Jahr auch möglich ist, DVDs auszuleihen. Auf dem Friedhof wurde ein anonymes Grabfeld angelegt und es erfolgten dort bereits die ersten Bestattungen. Der Kreuzumgriff wird noch bepflanzt.

Durch Teilung großer Grundstücke in Ettenhausen und Mühlau sei eine Nachverdichtung möglich, die weitere Parzellen für Einheimische schaffe. Die Bemühungen, das Ortsbild auch für nachfolgende Generationen zu erhalten, wurden von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gelobt, er bezeichnete Schleching als »Vorzeigeprojekt der Baugestaltung«. Die Renaturierung des Alpbaches gehen die Gemeinde und die Elektrizitätswerk Schleching gemeinsam an. Durch die Maßnahme erzielt das Elektrizitätswerk eine erhöhte Einspeisungsvergütung und der Hochwasserschutz wird verbessert.

Das Kanalnetz in der Gemeinde ist nach 30 Jahren an vielen Stellen sanierungsbedürftig. Dafür wurden bisher 63 000 Euro ausgegeben. Es stellte sich heraus, dass durch Rohrbrüche viel Fremdwasser eingedrungen ist. Jeder Hauseigentümer sollte deshalb seine Anschlüsse prüfen.

2. Bürgermeisterin Elfi Bachmann würdigte die Arbeit des Bürgermeisters, lobte sein Verhandlungsgeschick und seine erfolgreich abgeschlossenen Projekte. Friderun Woebcken fragte nach der Sanierung des Mühlbergweges. Der Bürgermeister erläuterte die Problematik und versprach, das Thema im Gemeinderat zu erörtern. Waltraud Eisenberger erkundigte sich nach der Kostenbeteiligung der Gemeinde am Chiemgau Tourismus. Dieser leiste zu wenig Internetwerbung für die Vermieter, kritisierte sie. Das Thema werde im Tourismusausschuss und im Gemeinderat behandelt, so der Bürgermeister. wun