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Gemeinde leistet mehr, als sie muss

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Die Gemeinde Wonneberg leiste in Sachen Winterdienst mehr, als sie müsste, stellte Bürgermeister Martin Fenninger in der Gemeinderatssitzung fest. Unser Foto zeigt Gemeindearbeiter Konrad Kriegenhofer, der am Bahnhof in Weibhausen Parkplätze und Zugänge frei schaufelt. (Foto: H. Eder)

Wonneberg – Der Wonneberger Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung auch mit dem Winterdienst beschäftigt. Bürgermeister Martin Fenninger hatte sich anhand eines juristischen Aufsatzes über die gesetzlichen Vorgaben und die mögliche Haftung der Gemeinde in Sachen Schneeräumen kundig gemacht und kam zu dem Fazit: »Wir sind gut dabei in der Gemeinde.« Und er fügte noch an, dass dabei durchaus auch die Eigenverantwortung der Bürger eingefordert werde.


Er hatte in diesem Aufsatz einige Passagen markiert, die er dem Gemeinderat vorlas. So müssten, wie es darin hieß, Qualität und Umfang des Winterdiensts immer auch abhängig von der finanziellen Leistungsfähigkeit einer Gemeinde gesehen werden. Es müsse keineswegs in jedem Fall jegliche Glättebildung beseitigt werden. Und an kleinere Gemeinden seien geringere Anforderungen zu stellen.

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An Hauptverkehrsstrecken in ländlichen Bereichen sollte das Schneeräumen bis 7 Uhr abgeschlossen sein, an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr. Am Abend könnte das Räumen im Normalfall um 20 Uhr eingestellt werden. Innerorts, so zitierte Fenninger weiter aus den Richtlinien, müssten selbst an gefährlichen Stellen nur die Straßen geräumt werden, die »verkehrswichtig« seien. Ähnliches gelte auch außerorts: Nicht jede wenig genutzte Strecke müsse geräumt werden, auch wenn sie problematisch zu befahren sei. So fasste Fenninger zusammen: »Wir leisten hier in Wonneberg mehr, als wir müssten.«

Auch einige Gemeinderäte bekräftigten, dass der Räumdienst – nach einigen Anfangsschwierigkeiten zu Beginn der aktuellen Schneefälle – insgesamt gut funktioniere. Stephan Eglseer sprach noch das stets etwas schwierige Thema Schneezeichen an. Was zu machen sei, wenn – wie es jetzt der Fall gewesen sei – viele Schneezeichen umgefahren worden sind, wollte er wissen. Darauf gab es keine klare Antwort. Man könne schon bei der Gemeinde um Nachschub nachfragen, meinte der Bürgermeister, er glaube aber nicht, dass da noch viele vorhanden seien. Generell setze die Gemeinde Wonneberg außerhalb der Hauptverbindungsstraßen weiterhin auf Freiwilligkeit und damit auf die Bereitschaft der Grundanlieger, für eigene Schneezeichen zu sorgen und diese auch zu stecken. Fenninger will zu diesem etwas sensiblen Thema auf der Bürgerversammlung Stellung beziehen, kündigte er abschließend an. he